20.11.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

20.11.2006: Kleinere Brötchen: Berliner Startup reduziert Produktionsziele für Solarsilizium

Die Berliner Solarvalue AG hat ihre ehrgeizigen Pläne zur Produktion von Solarsilizium in Slowenien reduziert. Statt der geplanten 5300 Tonnen, sollen ab 2008 jährlich nur 4.400 Tonnen Solarsilizium hergestellt werden. Das teilt das seit Juni 2005 existierende Unternehmen mit. Begründet wird dies mit bestehenden Lieferverpflichtungen für Kalziumcarbid. Die Solarvalue AG hat einen Vertrag über den Erwerb einer Kalziumcarbidfabrik im slowenischen Ruse unterzeichnet, dessen Genehmigung durch die Regierung noch aussteht.

Nach der noch für November erwarteten Absegnung durch die Behörden will die Solarvalue AG die Fabrik umrüsten. Dann soll in drei Schritten aus Quarz Solarsilizium entstehen. In einem ersten Schritt werde Quarz in einem Lichtbogenofen zu metallurgischem Silizium mit 99,9 Prozent Reinheit reduziert. In den beiden folgenden Stufen sollen dem Silizium in mehreren Schritten Schwermetalle, Phosphor, Bor, Kohlenstoff und Sauerstoff entzogen werden, bis die nötige Reinheit für Solarsilizium erreicht ist.

Die Namen der strategischen Investoren, die anfangs 20 Millionen Euro in die Produktion stecken, sollen Ende November bekannt gegeben werden. Langfristig will das Unternehmen die gesamte Wertschöpfungskette eines Photovoltaikkonzerns abbilden. Über die Vorerfahrungen der beteiligten Personen gibt das Unternehmen bisher kaum Auskunft (siehe ECOreporter.de-Beitrag vom 20. September).

Seit dem 19. September sind einige Aktien im Frankfurter Freiverkehr gelistet, wo sie mit knapp zwölf Euro starteten. Heute morgen gab das Papier 2,47 Prozent auf 6,70 Euro nach (9:41 Uhr).

Solarvalue AG: ISIN DE000A0B58B4 / WKN A0B58B

Bildhinweis: Auch die Wacker Chemie stellt Silizium her./ Quelle: Unternehmen
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