20.01.05 Nachhaltige Aktien , Meldungen

20.1.2005: Sonnige Aussichten - Bankstudie empfiehlt Investoren Solaraktien zum Kauf, mehrere deutsche Unternehmen mit "hohem Solarprofit-Potenzial"

Zu den aussichtsreichsten Solaraktien weltweit z?hlen insbesondere der US-amerikanische Solarzellenhersteller Evergreen Solar und die Bonner SolarWorld AG. Das geht aus einer Studie hervor, die Analysten der von Hongkong aus operierende Credit Lyonnais Securities Asia (CLSA) verfasst haben, einer Tochter der franz?sischen Gro?bank Cr?dit Lyonnais. Zu dieser Beurteilung gelangten die Experten nach einer Analyse von 150 mit Photovoltaik befassten Unternehmen aus aller Welt. Auch die Q-Cells AG aus Thalheim stufen sie als besonders interessantes Anlageobjekt ein. Insgesamt f?hrt der Report mit dem Titel "Sun Screen - Investment Opportunities in Solar Power" rund 60 Unternehmen mit "hohem Solarprofit-Potenzial" auf. Dazu z?hlen neben japanischen Unternehmen vor allem die deutschen Firmen Solon, Solar-Fabrik, S.A.G. Solarstrom, Sunways, SMA, RWE Schott Solar, Ph?nix Sonnenstrom und die Conergy AG, die ebenso wie Q-Cells für 2005 den Gang an die B?rse erw?gt (wir berichteten: ECOreporter.de-Beitrag vom 29. September 2004).

Mit der 75 Seiten umfassenden Studie will die CLSA vor allem Institutionelle Investoren für ein Engagement in der Solarbranche gewinnen. Das erkl?rte Michael Rogol, für die Studie verantwortlich zeichnender Analyst, gegen?ber Photon International. Es geh?re zu den Aufgaben seiner Bank, solchen Kunden neue Ideen für Investments vorzustellen, um sie dann in deren Auftrag umzusetzen. Die Reaktionen auf seine Gespr?che mit ?ber 100 dieser Investoren seien fast ausschlie?lich positiv gewesen. Angesichts der Perspektiven, die der Report für die Branche aufzeigt, verwundert dies wenig. Bereits heute kann sie der Untersuchung zufolge weltweit etwa eine Million Haushalte mit regenerativ erzeugtem Strom versorgen. Weltweit erwirtschaftet die Solarbranche demnach einen Gesamtumsatz in H?he von sieben Milliarden Dollar und einen operativen Gewinn in H?he von 700 Millionen Dollar. Bereits im Jahr 2010 k?nnte sie laut der CLSA den Umsatz auf bis zu 40 Milliarden Dollar und den Gewinn auf drei Milliarden Dollar steigern. Bei den Herstellern von Solarmodulen werde die Nachfrage auf Jahre hinaus gr??er sein als deren Produktionskapazit?ten.

Die Autoren der Studie haben die Branche in verschiedene Kategorien unterteilt. Neben b?rsennotierten Firmen, die sich ausschlie?lich mit Solartechnik befassen und unter denen Solarworld und Evergreen Solar heraus ragten, untersuchten sie auch mittelgro?e Unternehmen, die mindestens 20 Prozent ihres Gesamtgewinns im Solargesch?ft erzielen. In dieser Kategorie besitzen nach Einsch?tzung der CLSA-Analysten die japanische Sekisui Chemical und ihre das zunehmend nachgefragte "Solar-Grade"-Silizium anbietende Landsm?nnin Tokuyama Corporation die besten Wachstumschancen. Eine weitere Kategorie der Untersuchung versammelt Konzerne mit ?ber 10 Milliarden Dollar Umsatz, bei denen nur ein kleiner Anteil am Gesch?ft auf den Solarbereich entf?llt, dieser jedoch deutlich anw?chst. Hierzu z?hlen der Photovoltaik-Weltmarktf?hrer Sharp Corporation und Kyocera. Bei Letztgenannter soll der Anteil am Betriebsgewinn bis 2010 von derzeit 3 auf 10 Prozent ansteigen. F?r Sharp prognostiziert die Studie bis 2010 eine Verf?nffachung des Anteils der Solarsparte am Betriebsgewinn von rund 15 Prozent. Deren Betriebsergebnis soll bis dahin auf ?ber 550 Millionen US-Dollar klettern.

Der Studie zufolge w?rde Sharp damit 2010 beim Betriebsgewinn unter den Solarunternehmen weltweit den Spitzenrang einnehmen, gefolgt von Sekisui Chemical mit einem Betriebsgewinn von rund 220 Millionen US-Dollar. Gegenw?rtig erzielt dieses Unternehmen etwa die H?lfte seines Umsatzes mit Fertigh?usern. Davon sind wiederum rund die H?lfte ab Werk mit Photovoltaik ausgestattet. Nach Kyocera mit knapp 200 Millionen US-Dollar Betriebsgewinn im Jahr 2010 w?rde auch der vierte Platz an ein japanisches Unternehmen gehen: die MSK Corporation mit einem Betriebsgewinn von ?ber 120 Millionen US-Dollar. Nach den Prognosen der CLSA folgt im Jahr 2010 jedoch dann schon die deutsche Solarworld AG mit einem Betriebsgewinn von ?ber 100 Millionen US-Dollar. Damit w?rde sie 2010 beim Betriebsergebnis unter anderem die Solarsparten der Mineral?lkonzerne BP und Shell (rund 90 bzw. rund 80 Millionen US-Dollar) hinter sich lassen. Deutlich dahinter rangieren in der Prognose mit einem Betriebsergebnis um 50 Millionen US-Dollar die Firmen Sanyo, Hemlock, RWE Schott Solar, Omron und Mitsubishi Electric.

Evergreen Solar Inc.: ISIN US30033R1086 / WKN 578949
Hemlock Corp.: WKN 2619879
Kyocera Corp.: ISIN JP3249600002 / WKN 860614
Mitsubishi Electric AG: ISIN JP3902400005 / WKN 856532
Omron Corp.: ISIN DE0008647488 / 864748
S.A.G. Solarstrom AG: ISIN DE0007021008 / WKN 702100
Sanyo Electric AG: ISIN JP3340600000 / WKN 856548
Sekisui Chemical Corp.: ISIN J JP3419400001 / WKN 855112
Sharp Corp.: ISIN JP3359600008 / WKN 855383
SolarWorld AG: ISIN DE0005108401 / WKN 510840
Solon AG: ISIN DE0007246308 / WKN 747119
Solar-Fabrik AG: ISIN DE0006614712 / WKN 661471
Sunways AG St?ckaktien: ISIN DE0007332207 / WKN 733220

Bildhinweise:
Solarzellen von Evergreen Solar / Quelle: Unternehmen;
Sharp-Module auf dem Flughafen von Salzburg / Quelle: Unternehmen
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