20.01.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

20.1.2006: Aufatmen bei der Nordex AG: Erster Großauftrag aus Großbritannien nach der Refinanzierung

Die Nordex AG hat wieder Aufträge aus Großbritannien gewonnen. Für den Kunden Falck Renewables wird das Unternehmen den Windpark Earlsburn in einem offenen Hochmoor bei Stirling in Schottland realisieren, der insgesamt aus 15 Großturbinen der Baureihe N80/2500 kW bestehen wird. Das teilte der Anlagenbauer aus Norderstedt mit. Inklusive Straßenbau, Fundamenten und Verkabelung belaufe sich das Auftragsvolumen auf rund 38 Millionen Euro.

Zudem werde Nordex einen kleineren Windpark im Auftragswert von rund sechs Millionen Euro für den britischen Energieversorger npower renewables, eine Tochtergesellschaft der deutschen RWE, errichten. Auch im Windpark Burger Hill bei Kirkwall auf den Orkney Islands installiert das Unternehmen Turbinen der Baurreihe N80/2500 kW.

Ein Vorteil für die Region ist der Meldung zufolge die Vergabe von Unteraufträgen im Volumen von rund 10 Millionen Euro an lokale Unternehmen. Schottland habe ehrgeizige Ziele: Bis zum Jahr 2010 solle der Anteil des regenerativen Stroms im schottischen Netz auf 18 Prozent steigen, bis zum Jahr 2020 sollen es sogar 40 Prozent sein. Wie hoch der aktuelle Anteil ist, war von Nordex nicht zu erfahren.

Im Gespräch mit ECOreporter.de erklärte Ralf Peters, Pressesprecher der Nordex AG: "Wir erwarten für Großbritannien eine jährliche Zunahme der installierten Leistung von mehr als 1000 Megawatt (MW) in den nächsten zwei bis drei Jahren". Davon werde der überwiegende Teil an Land und nicht offshore errichtet werden, so der Sprecher. "Nordex will Anlagen mit einer Leistung von mehr als 100 MW pro Jahr installieren, einen zweistelligen Marktanteil erreichen und in die Gruppe der ersten drei Anlagelieferanten aufsteigen. Noch 2003 habe der Marktanteil in Großbritannien 26 Prozent betragen, Nordex lag damit an zweiter Stelle nach Vestas. Die finanzielle Krise des Unternehmens habe dann dazu geführt, dass Nordex im vergangenen Jahr keine Anlagen nach Großbritannien liefern konnte, sagte er weiter.

Nordex AG: DE000A0D6554 / WKN A0D655

Bild: Nordex-Windkraftanlage vom Typ N80 / Quelle: Unternehmen
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