20.12.05 Erneuerbare Energie

20.12.2005: Kritik am Verband der Elektrizit?tswirtschaft (VDEW): Ausbau Erneuerbarer Energien keine Rechtfertigung für h?here Strompreise

Der fortschreitende Ausbau Erneuerbarer Energien f?hrt nicht zu h?heren Strompreisen. Das erkl?rt die Berliner Informationskampagne für Erneuerbare Energien in einer Stellungnahme zu ?u?erungen des Verbandes der Elektrizit?tswirtschaft (VDEW). Entgegen anderer aktueller Verlautbarungen seitens der Elektrizit?tswirtschaft seien h?here Strompreise zum Jahreswechsel nicht mit dem Ausbau Erneuerbarer Energien zu rechtfertigen, so die Meldung. Im Gegenteil: Die Kosten für Strom aus Erneuerbaren Energien w?rden voraussichtlich in diesem Jahr erstmals sinken - trotz steigender Strommengen aus erneuerbaren Quellen. "Die falsche Darstellung des Verbandes der Elektrizit?tswirtschaft (VDEW) beruht auf Berechnungen, die offenbar von einem zu niedrigen Wert des nach des Verbandes der Elektrizit?tswirtschaft (VDEW) dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verg?teten Stroms ausgehen", sagt Dr. Simone Peter, Leiterin der Informationskampagne für Erneuerbare Energien.

F?r die Berechnung der Differenzkosten sei der Preis für konventionell erzeugten Strom an der Leipziger Stromb?rse eex die Grundlage. "Dieser hat in den letzten zw?lf Monaten einen solch massiven Sprung nach oben gemacht, dass die Differenzkosten zwischen konventionell erzeugtem Strom und der Verg?tung für Erneuerbare Energien sinken", erl?utert Peter. Nach eex-Angaben kostete die Kilowattstunde Grundlast-Strom für das Jahr 2006 Ende November 2005 4,785 Cent. Ende des Jahres 2004 wurde Grundlaststrom für das Jahr 2005 noch für 3,282 Cent je Kilowattstunde gehandelt. Das ist ein Plus von fast 50 Prozent!

Bereits vor einigen Wochen haben das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) vom VDEW ver?ffentlichte Zahlen zur Belastung der Stromverbraucher durch Erneuerbare Energien widerlegt. Nach Angaben des BEE f?llt die von einigen Energieversorgern berechnete EEG-Umlage sogar um bis zu 40 Prozent zu hoch aus.

"Die Belastung der Verbraucher durch Erneuerbare Energien ist mit etwa einem halben Cent je Kilowattstunde oder 1,50 Euro im Monat für einen Drei-Personen-Haushalt gering. Daf?r stammt bereits mehr als 10 Prozent unseres Stroms aus Wind, Sonne, Bioenergie, Wasserkraft und Erdw?rme", so Peter.

In den kommenden Jahren sei mit weiter sinkenden Kosten für Strom aus Erneuerbaren Energien zu rechnen, da die Absenkung der Verg?tungen per Gesetz vorgegeben ist.


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