20.12.07 Erneuerbare Energie

20.12.2007: Erneuerbare Energien: Nach der Klimakonferenz in Bali – ECOreporter.de befragt Bank-Experten zu Marktchancen für Umwelttechnologien

Die Branche der Umwelttechnologien ist weltweit weiter auf einem guten Weg. So schätzt Stewart Armer, Chief Investment Officer des Nachhaltigkeits Investments Centres von Fortis Investments in Frankfurt, die Marktsituation nach der Klimakonferenz in Bali ein. Wie er gegenüber ECOreporter.de erläuterte, seien die Ergebnisse der Konferenz zugleich erfreulich und enttäuschend. Zwar seien keine verbindlichen Klimaschutzziele vereinbart worden, doch gebe es jetzt einen internationalen Konsens darüber, dass Handeln geboten ist. Bei der Bekämpfung der Erderwärmung komme den klimaschonenden Technologien eine wichtige Aufgabe zu, die Branche werde weiter wachsen. Unter anderem in den Schwellen- und Entwicklungsländern gebe es viel versprechende Entwicklungen.

So sei zu erwarten, „dass China ein immer wichtigerer Absatzmarkt und Produzent von Umwelttechnologien werden wird“. Denn die Regierung in Peking befürchte, „dass die gravierenden Umweltprobleme im eigenen Land zu ernsthaften politischen und sozialen Konflikten führen könnten“, so Armer. Zumal Energiesicherheit und -unabhängigkeit eine sehr wichtige Rolle für China spielten.

Dennoch wird diese Entwicklung in den Schwellenländern nicht das fehlende Engagement der USA im Bereich des Klimaschutzes ausgleichen können, stellte der Fortis-Investments-Experte gegenüber ECOreporter.de fest. „2008 sei für diesen größten CO2-Emittenten weltweit ein Übergangsjahr. Man müsse wohl einen Wechsel an der Spitze abwarten, ehe sich in den Vereinigten Staaten Grundlegendes im Bereich Klimaschutz ändere. Da aber auf Bundesebene die Bedingungen für Erneuerbare Energien verbessert würden, könne die Branche auch dort weiter zulegen.

Bildhinweis: Nicht nur aufgrund der langen Küstenlinie gibt es in China großes Windkraftpotential. / Quelle: Nordex AG
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