20.06.01 Finanzdienstleister

20.6.2001: Thomas Jorberg, Vorstand der GLS: "Wir sind nach wie vor der Auffassung, dass wir den Ökobank-Kunden eine gute Alternative bieten können."

Die Ökobank steckt in Schwierigkeiten - das Bankgeschäft soll ausgegliedert werden. Am 30. Juni soll der VertreterInnen-Versammlung der Ökobank der weitere Weg des Frankfurter Instituts aufgezeigt werden. ECOreporter.de sprach mit Thomas Jorberg, Vorstand der Bochumer GLS Gemeinschaftsbank, über die Situation. Jorberg war von Juli bis September 2000 als Sanierungsvorstand bei der Ökobank eingesetzt. Schon zu der Zeit gab es Überlegungen das Bankgeschäft der Ökobank auf die GLS zu übertragen. Wie die Ökobank heute mitteilte, soll nun in einem ersten Schritt die Bankaktiengesellschaft Hamm (BAG Hamm) die Bankgeschäfte übernehmen, bis ein Interessent zur Übernahme aus dem ethisch-ökologischen Bereich gefunden wird.

"Die Kooperation zwischen GLS und Ökobank scheiterte im vergangenen Jahr daran, dass die Sicherungseinrichtung des Genossenschaftsverbandes zwar die Kredite ausreichend abgesichert hätte, aber nicht die Betriebsrisiken", erklärte Jorberg gegenüber ECOreporter.de. "Wir waren nicht willens diese Risiken alleine zu tragen. Wir sind aber nach wie vor der Auffassung, dass wir den Ökobank-Kunden eine gute Alternative bieten können und daher für eine zukünftige Kooperation offen. Doch der erste Schritt zur weiteren Entwicklung muss eine Entscheidung der VertreterInnen-Versammlung der Ökobank sein."
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