Nachhaltige Aktien, Meldungen

20.9.2006: Mikrofinanzierer verdreifacht annähernd sein Grundkapital - Neue Investoren gewonnen

Die ProCredit Holding AG hat bei einer Aktionärsversammlung die Erhöhung ihres Grundkapitals von 74 auf 216 Millionen Euro beschlossen. Wie das Unternehmen aus Frankfurt mitteilt, erhöhen die Altaktionäre Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die holländische Entwicklungsbank FMO, die Tochter der Weltbank IFC und der Schweizer Mikrofinanzfonds responsAbility ihre Anteile. Außerdem steigen den Angaben zufolge der US-amerikanische Finanzdienstleister TIAA-CREF und der Omidyar-Tufts Microfinance Fund in den Kreis der Aktionäre ein. Sie erwerben demnach stimmrechtslose Vorzugsaktien im Wert von 40,5 Millionen Euro.

Das Investment werde zum Ausbau der ProCredit Holding AG verwendet, die in 18 Ländern in Afrika, Lateinamerika und in Osteuropa vertreten ist, heißt es weiter. Expansionspläne existierten für Sierra Leone, Honduras und Mexiko. So solle einer stetig wachsenden Anzahl von Kleinunternehmern und Familien mit niedrigen Einkommen der Zugang zu geregelten Bankdienstleistungen ermöglicht werden.

Ende Juli 2006 betrug das Kreditvolumen der ProCredit Gruppe 1,8 Milliarden Euro und erreichte damit über eine halbe Million Klein- und Kleinstunternehmer in Entwicklungsländern und Ländern im wirtschaftlichen Umbruch.

Die ProCredit Holding AG wurde 1998 unter dem vormaligen Namen "IMI AG" von der IPC und der niederländischen DOEN-Stiftung gegründet (siehe ECOreporter.de-Beitrag vom 10. Januar.)

Bildhinweis: Mikrokredite bieten vielen Frauen in Entwicklungsländern, wie hier in Kinshasa, die Möglichkeit zum Aufbau einer selbstständigen Existenz. / Quelle: Unternehmen
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