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20.9.2006: US-Bundesstaat Washington setzt auf positive Wirtschaftseffekte durch Solarkraft

Der US-Bundesstaat Washington hat im Mai ein Gesetz zur Förderung regenerativer Energien verabschiedet, das der deutschen Ausgabe stark ähnelt. Das berichtet ein US-Portal. Anders als in anderen US-Bundesstaaten werde hier erstmals eine Vergütung nach der erwirtschafteten Energie aus Sonne, Biomasse oder Windkraft gezahlt.

Doch im Gegensatz zum deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz enthält die Washingtoner Regelung eine deutliche Förderkomponente für die regionale Wirtschaft. So steigen die Vergütungssätze für eigenproduzierten Solarstrom von umgerechnet acht auf 43 Euro-Cent pro Kilowattstunde, wenn die installierten Solarmodule und die verwendeten Wechselrichter im Heim-Bundesstaat hergestellt wurden. Bisher können diese Höchstsätze noch nicht erhalten werden, da in Washington noch kein Unternehmen existiert, das Solarmodule herstellt. Offenbar will die Politik damit einen Anreiz zur Errichtung entsprechender Produktionsstätten und damit zur Schaffung von Arbeitsplätzen geben. Einer Studie der Solarpraxis AG zufolge sind in Deutschland in wenigen Jahren 45.000 Arbeitsplätze in der Solarbranche entstanden (siehe ECOreporter.de-Beitrag vom 7. September).

Das Fördergesetz in Washington weist noch einen wesentlichen Unterschied zum deutschen Pendant auf: Der US-Strom wird nicht in das öffentliche Netz eingespeist, sondern von den Konsumenten selbst verbraucht. Dadurch profitieren sie zusätzlich von einer Stromkostenersparnis von rund sechs Eurocent pro Kilowattstunde. Das Förderprogramm ist den Angaben zufolge auf zehn Jahre angelegt, während in Deutschland 20 Jahre lang garantierte Einspeisevergütungen gezahlt werden.

Bildhinweis: Solaranlagen, hier eine von SolarWorld erleben in Deutschland durch das EEG einen Nachfrageboom. / Quelle: Unternehmen
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