02.10.03 Anleihen / AIF

2.10.2003: Wie viel Reparatur verträgt die Rendite eines Windkraftfonds?

Nach einer Studie der Technischen Universität Hamburg-Harburg sind die Rotorblätter von Windturbinen anfälliger als bislang angenommen. So träten bei den neuen leistungsstarken Anlagen mit einer Energiegewinnung von 1,5 bis 2,5 Megawatt an den Flügelkanten Risse auf, wenn die Rotorblätter bei zu starkem Windaufkommen automatisch auf Leerlauf gestellt werden. Das hätten Materialuntersuchungen ergeben.

Auf diesen Befund beruft sich ein Bericht der Financial Times Deutschland (FTD). Ihm zufolge haben sich Schäden an Getrieben und Lagern von Windkraftanlagen zuletzt stark gehäuft. Das Blatt verweist auf Berechnungen des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft. Demnach fielen 2002 für die Versicherungen aufgrund von Maschinen- und Betriebsunterbrechungen Schadenaufwendungen in Höhe von fast 45 Millionen Euro an.

Laut der FTD haben daher Versicherungsgesellschaften ihre Prämien drastisch erhöht und neue Revisionsklauseln in die Verträge aufgenommen. Auf die Betreiber von Windkraftanlagen kämen damit höhere Kosten zu. Etliche Fonds müssten nun ihre Renditeerwartungen senken. Allerdings hätten einige Fonds hohe Beträge für Versicherungspolicen, Wartung und Reparaturen von vornherein einkalkuliert. Zudem gebe es auch Windkraftanlagen, die statt eines Getriebes einen Ringgenerator hätten. Diese seien weniger reparaturanfällig, da hier die Zahl beweglicher Teile geringer sei.
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