21.10.05 Nachhaltige Aktien , Meldungen

21.10.2005: Nichtregierungs-Organisation meldet: Noch immer Kinderarbeit bei Bayer-Zulieferern in Indien - Samstag Konferenz in Neuss

Das Eine Welt Netz NRW hat die Studie "Der Preis der Kindheit" vorgestellt. Der indische Wissenschaftler Dr. Davuluri
Venkateswarlu (Direktor des Glocal Research and Consultancy Services mit Sitz in Hyderabad in Indien) untersucht darin den Zusammenhang zwischen Kinderarbeit in Indien und den Abnahmepreisen, die Firmen wie die Bayer-Tochter ProAgro den Farmern bezahlen, die für sie Baumwollsaatgut produzieren. Rund 1500 Kinder arbeiteten laut Eine Welt Netz NRW im Jahr 2004 auf indischen Farmen, die für ProAgro Baumwoll-Saatgut produzieren. Sie schuften bis zu 12 Stunden t?glich und m?ssen sogar auf den Feldern bleiben, wenn giftige Pestizide verspr?ht werden, prangert die Organisation an. Die Kinder erhalten demnach einen Tageslohn von etwa einem halben Euro. Laut Venkateswarlu liegen die L?hne weit unter den gesetzlichen Mindestl?hnen. H?here Abnahmepreise, Aufkl?rungsarbeit und Feldkontrollen k?nnten nach seiner Ansicht die Kinderarbeit verhindern. Mitarbeiter des Eine Welt Netz hatten nach eigenen Angaben im September in Indien das Versprechen von Bayer ?berpr?ft, ausbeuterische Kinderarbeit in der Zulieferkette zu unterbinden. Es seien bei allen Stichproben auf den Feldern, die für Bayer produzieren, Kinder bei der Arbeit vorgefunden worden. Am Samstag, 22. Oktober werden Dr. Davuluri Venkateswarlu, Bayer-Vertreter Dr. Wolfgang Faust und Jens Elmer von Eine Welt Netz NRW dar?ber diskutieren auf der Konferenz "Fair Future". Beginn: 9.00 Uhr, Ort: Telekom-Tagungshotel in Neuss bei D?sseldorf, Humboldstr. 2.
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