02.11.01

2.11.2001: Bremer Woll-Kämmerei AG mit Verlust zum dritten Quartal und angespannter Auftragslage

Die Bremer Woll-Kämmerei AG (BWK, WKN 527 200) weist im Rahmen eines Zwischenberichts darauf hin, dass das dritte Quartal aufgrund der Urlaubszeit im Juli/August generell etwas umsatzschwächer sei als die vorangegangenen Quartale.

Die weltweite Unsicherheit über die weitere konjunkturelle Entwicklung und die damit einhergehende Zurückhaltung bei der Auftragsdisposition habe die globale Situation allerdings verschärft, hieß es in einer Ad hoc-Mitteilung vom Donnerstag. Besonders seit dem 11. September 2001 erlebe die Wolltextilindustrie einen starken Auftragsrückgang.

Der BWK-Konzern habe zum 30. September 2001 nach IAS (International Accounting Standards) einen Nettoverlust von 346.000 Euro erwirtschaftet, hieß es. Demgegenüber habe man im Vergleichszeitraum des Jahres 2000 1,2 Mio. Euro Gewinn erzielt. Die Kämmerei in Bremen habe seit Juni im Bereich der Wollverarbeitung Kurzarbeit eingeführt, die Planzahlen seien nicht erreicht worden. Außerdem hätten Rückstellungen für einen Sozialplan das Ergebnis belastet, so die BWK. Die australischen Kämmereien seien für dieses Quartal gut ausgelastet und arbeiteten bei voller Kapazität. Der Konzernbeitrag der Bremer Woll-Kämmerei AG betrage per Ende September minus 2,5 Mio. Euro. Die Tochter- und Joint Venture-Gesellschaften hätten zum Teil wieder gute Ergebnisse erzielt und Gewinne erwirtschaftet.

Nach Angaben des Unternehmens lag die Produktion für Chemiefaserkammzüge im dritten Quartal voll im Plan. Die australischen Kämmereien in Geelong und Parkes seien bis Jahresende 2001 ausgelastet. Die Akquisition von Aufträgen für das erste Quartal 2002 sei jedoch auch hier schwieriger geworden. Für das vierte Quartal 2001 erwartet das Bremer Traditionsunternehmen weiterhin schwierige Marktbedingungen für alle Konzerngesellschaften.
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