21.12.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

21.12.2006: Energiekontor AG: keine Umweltgefährdung durch Offshore-Windpark Nordergründe

Der Bremer Windprojektierer Energiekontor AG sieht keine Umweltgefährdung durch sein Offshore-Windkraftprojekt Nordergründe. Das börsennotierte Unternehmen erklärte, welche Auswirkungen der Windpark seiner Auffassung nach auf die Meeresumgebung haben werde. Naturschutzverbände und Anrainer hatten sich zuvor gegen das Vorhaben gestellt (ECOreporter.de berichtete).

Im Rahmen eines Erörterungstermins für den Windpark habe man zu dem Projekt detailliert Stellung genommen, so Energiekontor. Einen Tag lang sei öffentlich in den Räumen der Stadt Oldenburg über das Vorhaben diskutiert worden. Wichtige Themen seien der Naturschutz sowie das Kollisionsrisiko von großen Schiffen mit dem Windpark gewesen.

Wie die Bremer weiter berichten, ist der Windpark Nordergründe rund 15 Kilometer vor der Küste am Anfang der Wesermündung geplant. Der Abstand zur Fahrrinne der Weser beträgt rund zwei Kilometer, die Wassertiefe liegt zwischen vier und 14 Metern. Um den Windpark wird eine geschlossene Sicherheitszone von 500 Metern eingerichtet. Auf Grund der geringen Wassertiefe und dem Abstand zur Fahrrinne, habe ein im Rahmen des Genehmigungsverfahrens erstelltes Gutachten, eine Kollisionswahrscheinlichkeit von einer Kollision in 338 Jahren prognostiziert, so Energiekontor. Wahrscheinlicher, vor allem für die großen Tanker, sei in diesem Gebiet ein Auflaufen auf Grund vor dem Windpark.

In Bezug auf den Naturschutz fanden laut der Meldung im Vorfeld des Genehmigungsverfahrens zahlreiche Erfassungen unter anderem von Vögeln und Säugetieren statt. Dieter Todeskino, Gutachter vom Oldenburger Umweltbüro ibl, hält den Raum Nordergründe den Angaben zufolge für einen der bestuntersuchten in der Nordsee überhaupt. Es spreche kein naturschutzrechtlicher Belang gegen die Errichtung und den Betrieb eines Windparks in dieser Region, so Todeskino: "Im Gegenteil, das rund 3,5 Quadratkilometer große Gebiet darf voraussichtlich nicht befischt werden, dadurch erhöhen sich die Chancen einer Besiedelung durch Fische."

Nordergründe solle rund 480.000.000 Kilowattstunden Strom im Jahr produzieren, berichtet Energiekontor weiter. Damit könne eine Stadt knapp in der Größe von Oldenburg mit Strom versorgt werden.

Bild: Windkraftanlagen auf See / Quelle: Vestas Wind Systems A/S
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