02.12.02 Nachhaltige Aktien , Meldungen

2.12.2002: Händler setzen Getränkehersteller wegen Dosenpfand unter Druck

Bis zum 15. Dezember sollen die Getränkehersteller den Händlern mitteilen, welche Lösungen sie für die Einführung des Pflichtpfandes zum 1. Januar anbieten. Andernfalls droht Ihnen der Handel mit Auslistung. Dies geht aus einem Bericht der Financial Times Deutschland hervor. Das Oberverwaltungsgerichts Münster hatte in der vergangenen Woche den Weg für die gesetzlich vorgesehene Einführung frei gemacht. Über eine Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht wird erst nächstes Jahr entschieden.

Nach Einschätzung des Blattes versucht der Handel damit, die Folgen seiner mangelhaften Vorbereitung auf das Pflichtpfand auf die Hersteller abzuwälzen. Unter anderem hätten die Händler erst vor kurzem das Angebot an Rücknahmeautomaten gesichtet. Zu den Automaten müssen die Pfandverpackungen der Hersteller kompatibel sein. Auch weitere wichtige Fragen seien noch nicht beantwortet. Noch vor kurzem hatten Händler und Hersteller ein gemeinsames Rücknahmekonzept vorgelegt. Darin war ein Pflichtpfand von mindestens 25 Cent auf Dosen und Flaschen mit Bier, Cola, Limonade und Wasser festgelegt worden. Demnach sollte bundesweit ein einheitliches Pfand gelten und eine Clearing-Stelle eingerichtet werden.

Von der Einführung des Dosenpfands in Deutschland könnte unter anderem Tomra Systems (WKN 872535) profitieren. Die Aktie des norwegischen Pfandautomaten-Hersteller verzeichnete an der Börse leichte Zugewinne.
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