21.03.03

21.3.2003: IfED: Hoffnungsträger Offshore

Nach Ansicht des Heidelberger Instituts für Energiedienstleistungen (IfED) ist die Offshore-Windenergienutzung ein Hoffnungsträger unter den erneuerbaren Energien. Dies gelte trotz wirtschaftlicher, technischer und ökologischer Probleme. Die Bundesregierung wolle langfristig bis zu 25.000 Megawatt (MW) Offshore-Windenergieleistung realisieren. Rüdiger Winkler, Leiter des IfED, bezeichnet die damit jährlich vermiedenen 40 bis rund 47 Millionen Tonnen Kohlendioxid als einen beachtlichen Beitrag zum Klimaschutz. Die Menge entspreche rund fünf Prozent der gesamten Kohlendioxidemissionen in Deutschland. Allerdings müssten die ökologischen Auswirkungen auf Vögel, Kleinlebewesen, Fische sowie Meeressäuger und sicherheitstechnisch für die Schifffahrt geprüft werden. Die verfügbaren Flächen seien trotz Beachtung der Naturschutzgebiete groß. Das Windangebot sei stetiger, die Jahreswindgeschwindigkeiten lägen höher als bei Anlagen an Land. Dies verspricht laut IfED längere Vollbenutzungsdauern zwischen 3500 und 4500 Stunden und höhere Energie-Erträge. Aufgrund des steigenden Gesamtaufwands für Offshore-WEA sei Wirtschaftlichkeit dennoch erst bei hohen Benutzungsdauern erreichbar.

Die aufwendigere Erstellung, Wartung und der Netzanschluss erforderten größere Parkeinheiten mit leistungsstärkeren Maschinen. Die neue Generation liege bei bis zu fünf MW pro Anlage. Die Wassertiefen von etwa 40 Metern erforderten neue Fundament- und Gründungskonstruktionen oder die Adaption vorhandener Techniken. Technische Herausforderungen seien Netzanschluss, Energieabtransport und erforderliche neue Netzstrukturen.

Auch international spiele die Nutzung der Windenergie auf hoher See in den Planungen vieler EU-Mitgliedsländer eine beachtliche Rolle. Es zeichne sich ab, dass es europaweit zu einer großflächigen Errichtung von Offshore-Windparks kommen wird. Die deutsche Windkraftindustrie könne von den Offshore-Projekten deshalb nicht nur national, sondern auch im Hinblick auf den Export profitieren. Es würden Erfahrungen für neue Märkte gesammelt.
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