21.03.03 Nachhaltige Aktien , Meldungen

21.3.2003: Jahresbericht der Harpen AG: Umsatz aus Neuen Energien wächst um 90 Prozent

Im Geschäftsfeld Energie wuchs der Umsatz der Harpen AG (WKN 603400) um über 90 Prozent auf 171,4 Millionen Euro (Vorjahr: 87,3 Millionen). Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) erhöhte sich um mehr als 40 Prozent auf 29,9 Millionen Euro (Vorjahr: 17 Millionen). Auch aus den Immobilienaktivitäten meldet Harpen zunehmende Erträge. Das EBIT sei um 900.000 Euro auf 19,7 Millionen Euro angestiegen, so Roland Stauber, Finanzvorstand des Dortmunder Unternehmens.

Insgesamt hat die Harpen AG ihren Umsatz 2002 auf dem Niveau des Vorjahres stabilisiert. Nach Angaben von Stauber auf der Bilanzpressekonferenz gelang dies trotz des tiefgreifenden Umbaus der Unternehmensgruppe. Die Geschäftsbereiche Verkehr und Service, die in 2001 noch mit 104 Millionen Euro zum Ergebnis beigetragen hatten, wurden verkauft.

Die RWE-Tochter erzielte laut Bernd Widera, Vorstandssprecher der Harpen AG, im letzten Jahr Erlöse in Höhe von 257 Millionen Euro. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr (263 Millionen Euro) beläuft sich damit auf moderate 2,3 Prozent. Dazu habe insbesondere das kräftige Umsatzwachstum im Segment Energie beigetragen, so Widera. Der Absatz von "grünem Strom" entspreche mit knapp 740 Gigawattstunden dem Bedarf einer Stadt mit mehr als einer halben Million Einwohnern, sagte der Vorstandsprecher.

Laut Geschäftsbericht sank der Jahresüberschuss des Energieerzeugers 2002 auf 27,8 Millionen Euro (Vorjahr: 62,3 Mio.). Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) betrug 62,9 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte Harpen ein EBIT von 81,3 Millionen Euro erwirtschaftet. Den Ertragsrückgang begründet das Unternehmen mit dem Ausstieg aus dem Verkehrs- und Servicegeschäft. Außerdem seien als Folge umfangreicher Investitionen höhere Abschreibungen als im Vorjahr angefallen. "Gleichwohl liegt das EBIT deutlich über den Werten der Harpener Normaljahre", sagte Roland Stauber.

Als Investitionsschwerpunkte im Bereich der regenerativen Energien hob Harpen den Kauf des spanischen Windkraftunternehmens Aersa (Kaufpreis einschließlich übernommener Kredite 109 Millionen Euro), die Übernahme der Energieerzeugungsanlagen aus dem RWE-Konzern und den Bau des Windparks "Avellino" in Italien hervor.

Auf der Bilanzpressekonferenz wurde ferner bekannt, dass Harpen über das tschechische Tochterunternehmen Harpen CR ein Heizkraftwerk von dem tschechischen Stromversorger ÈEZ erworben hat. Die Anlage in der Stadt Náchod verfügt über eine Leistung von rund 90 Megawatt (MW) thermisch und acht MW elektrisch. Der Kauf bedarf noch der Zustimmung der tschechischen Kartellbehörde.


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