21.03.03

21.3.2003: Jenbacher-Aktionäre erhalten letzte Frist für Übernahme

Die österreichische Tochter von General Electric hat ihr Übernahme-Angebot an die Aktionäre der Jenbacher AG (WKN 851442) verlängert. Ursprünglich sollte die Frist am 26. März enden, nun dauert sie an bis einschließlich 25. April. Die GE Holdings Austria GmbH mit Sitz in Wien hatte ihr Angebot am 12. Februar gestartet. Trotz Fristverlängerung bleibt es bei dem Kaufpreis von 17,43 Euro je Stückaktie des Tiroler Gasmotorenherstellers. Der US-Technologiekonzern will nur unter der Bedingung einsteigen, dass er mindestens 90 Prozent der Stimmrechte erwirbt.

Der Jenbacher-Vorstand umwirbt die Kleinaktionäre, dem GE-Angebot zuzustimmen. Er hat das GE-Angebot in einer Stellungnahme als "fair" bezeichnet. General Electric hatte den Hauptaktionären bereits im November sämtliche 5.556.005 Aktien abgehandelt. Deren Kaufpreis lag mit 20,50 Euro 15 Prozent über dem aktuellen Angebot an die Kleinaktionäre.

Der durchschnittliche Börsenkurs Jenbachers habe im halben Jahr vor Bekanntwerden des Übernahmeangebots 15,79 Euro betragen, argumentiert der Vorstand. Das aktuelle Angebot übersteige den Wert um zehn Prozent. Noch günstiger erscheint die Offerte, wenn man sie mit dem durchschnittlichen Börsenkurs der letzten vierundzwanzig Monate vergleicht. Dieser liege 3,11 Euro unter dem jetzt angebotenen Kaufpreis, heißt es.

Den Aktionären scheint die Argumentation bislang nicht recht einzuleuchten (siehe die gestrige ECOreporter.de-Meldung). Jenbacher versucht noch mal Druck zu machen: GE habe nun die längstmögliche Angebotsfrist ausgeschöpft; eine weitere Verlängerung sei nicht mehr möglich.
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