Nachhaltige Aktien, Meldungen

21.3.2007: Reinecke + Pohl Sun Energy AG verfehlt eigene Verlustprognose deutlich

Die Reinecke + Pohl Sun Energy AG hat ihre vorläufigen Geschäftszahlen für 2006 vorgelegt. Demnach stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent auf 62,6 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) drehte ins Minus und übertraf mit minus 6,4 Millionen Euro die im Oktober im Rahmen einer Gewinnwarnung herausgegebene Prognose von minus 3,8 Millionen Euro. Verantwortlich hierfür seien Wertminderungen auf Forderungen durch Projektausfälle und Abschreibungen auf defekte Module in Höhe von insgesamt 4,1 Millionen Euro.

Zusätzliche Rechtsberatungskosten durch die Restrukturierung und die Beilegung eines Gerichtsverfahrens hätten mit insgesamt zwei Millionen Euro negativ zu Buche geschlagen, heißt es weiter.

Im laufenden Jahr rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von 75 Millionen Euro und einem EBIT von fünf Millionen Euro. In den folgenden Jahren werde sich der Bereich Dünnschichtmodule voraussichtlich wachstumssteigernd auswirken, glaubt die Unternehmensführung.

Reinecke + Pohl hatte Ende Oktober eine Gewinnwarnung herausgegeben und anschließend "Unregelmäßigkeiten" bei der Tochtergesellschaft Nastro Umwelttechnik GmbH gemeldet (siehe ECOreporter.de-Beitrag vom 13. November). Deren ehemaliger Geschäftsführer hatte sein Amt niedergelegt, um eine Haftstrafe anzutreten (siehe ECOreporter.de-Beitrag vom 14. November). Im November waren dann umfassende Restrukturierungsmaßnahmen, ein verbessertes Controlling und der Ausbau der Dünnschicht-Geschäfte angekündigt worden. ECOreporter.de hatte das Unternehmen kürzlich um eine Stellungnahme zu einer gescheiterten Übernahme in Spanien gebeten (siehe ECOreporter.de-Beitrag vom 14. März).

Die Aktie gab heute morgen im Xetra-Handel 1,83 Prozent auf 8,05 Euro nach (9:40). Sie notiert damit rund 64 Prozent unter ihrem Vorjahreswert.

Reinecke+ Pohl Sun Energy AG: ISIN DE0005250708 / WKN 525070

Bildhinweis: Der Sitz der Reinecke + Pohl AG in Hamburg. / Quelle: Unternehmen
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