21.04.05 Nachhaltige Aktien , Meldungen

21.4.2005: Norwegen will mehr Frauen in Unternehmensvorst?nden

In Norwegen sollen bis Mitte des Jahres auch Privatunternehmen den Anteil von Frauen in der Gesch?ftsleitung auf 40 Prozent steigern. Das berichtete der Rat für Nachhaltige Entwicklung, Berlin. Das skandinavische Land wolle die Firmen zwingen, weitaus mehr Vorstandsposten mit Frauen zu besetzen, hie? es. Ein Gender-Gesetz aus dem Jahr 2002 schreibe vor, dass ab 2004 alle staatlichen Betriebe mindestens 40 Prozent Frauen in der F?hrungsriege haben sollten, Privatunternehmen sollten diese Quote auf freiwilliger Basis bis Mitte 2005 erf?llen - Familienbetriebe ausgenommen.

Die meisten staatlichen aber nur wenige private Unternehmen h?tten die Quote bisher umgesetzt, berichtete der Rat. Erhebungen zufolge seien im Durchschnitt 20 bis 25 Prozent der Vorst?nde in norwegischen Privatfirmen weiblich, sechs von zehn Firmen h?tten keine Frau im Vorstand.
Die "freiwillige" Ber?cksichtigung weiblicher F?hrungskr?fte sei immer noch unzureichend, kritisierte die norwegische Familienministerin Laila D?v?. Firmen, die die Quote bis Ende 2005 nicht erreichten m?ssten mit Sanktionen, unter Umst?nden auch mit Schlie?ung rechnen. Wenn die Wirtschaft weiterhin so z?gerlich Frauen als Vorst?nde einsetze, werde zudem aus der freiwilligen Vereinbarung eine Pflicht.

Weibliche F?hrungskr?fte w?rden das Management verbessern und die Wettbewerbsf?higkeit der Unternehmen st?rken, so D?v?y weiter. Das Gesetz aus dem Jahr 2002 sehe die Option vor, dass die Regierung bis 2007 eine Frauenquote von 40 Prozent auch für Privatunternehmen gesetzlich vorschreibe.

Der norwegische Industrieverband NHO weist den Angaben zufolge die Frauen-Quote zur?ck. Viele Firmen in Norwegen h?tten in den vergangenen Jahren die Zahl der weiblichen F?hrungskr?fte erh?ht, so der NHO, allerdings gebe es nicht ausreichend qualifizierte Frauen, um eine Quote von 40 Prozent in allen Unternehmen zu erreichen.
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