21.07.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

21.7.2004: Umweltskandal bei DuPont? - Einsatz einer umstrittenen Chemikalie könnte den Konzern teuer zu stehen kommen

Die Umweltschutzbehörde der USA (US Environmental Protection Agency, EPA) erhebt schwere Vorwürfe gegen den Chemiekonzern DuPont. Er habe 20 Jahre lang verschwiegen, dass eine bei der Teflon-Produktion benutzte Substanz Mitarbeiter und Öffentlichkeit gefährdet. Die verwendete Chemikalie (perfluorooctanoic acid, PFOA) könne unter anderem zu Leberschäden und zu Missbildungen bei Neugeborenen führen. Wie aus einem Bericht der Ethical Corporation hervorgeht, weist der Konzern die Vorwürfe zurück. Die Chemikalie sei nicht gesundheitsgefährdend. Das widerspricht jedoch dem Bericht zufolge Studien des ursprünglichen Herstellers der Substanz, der 3M. Spuren davon seien schon 1980 im Körper einer schwangeren Mitarbeiterin von DuPont festgestellt worden, außerdem in Wasserhaushalten nahe der Konzernanlage in West Virginia. Wie es weiter heißt, haben Einwohner der Region Ohio River Valley inzwischen eine Sammelklage gegen das Unternehmen wegen der Kontaminierung ihres Trinkwassers mit PFOA eingereicht. Sie forderten die Regierung auf, gegen DuPont eine Strafe in Höhe von 200 Millionen Dollar zu verhängen. Diese Summe entspreche den Konzerneinnahmen aus der Teflonproduktion. Die EPA kündigte Verhandlungen mit dem Konzern an und will vorerst keine Warnung vor der Benutzung von Teflonprodukten aussprechen. Dazu seien weitere Untersuchungen erforderlich.

Die Aktie der Du Pont De Nemours & Co. ist in mehreren Umweltaktienfonds und -indices enthalten.

Du Pont De Nemours & Co.: ISIN US2635341090 / WKN 852046

Bildhinweis: Verlegung von Kabeln, die Teflon von DuPont enthalten / Quelle: Unternehmen
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x