Nachhaltige Aktien, Meldungen

21.9.2006: Für Klimasünder wird die Luft dünn - Kalifornien verklagt Autobauer, auch prominente Nachhaltigkeitswerte unter Druck

Prominente Nachhaltigkeitswerte aus der Automobilbranche sind jetzt vom US-Bundesstaat Kalifornien wegen der Treibhausgasbelastung aus ihren Fahrzeugen auf Schadenersatz verklagt worden. Laut einem Agenturbericht werden Toyota, DaimlerChrysler, General Motors, Ford und die US-Ableger von Honda und Nissan für Schäden an den Ressourcen, der Infrastruktur und den Umweltbedingungen verantwortlich gemacht. Die von ihnen in Umlauf gebrachten Fahrzeuge verursachten den Ausstoß massiver Mengen an Kohlenstoffdioxid.

Die verklagten Unternehmen gehören in den USA der Alliance of Automobile Manufacturers an. Diese hatte in der Vergangenheit mit schriftlichen Mitteln zu verhindern versucht, dass Kalifornien scharfe Regeln zur Reduzierung des Schadstoffausstoßes von Autos gesetzlich festlegt. Toyota und DaimlerChrysler sind in vielen Nachhaltigkeitsfonds enthalten und auch nach der jüngsten Aktualisierung im Nachhaltigkeitsindex DJSI World der SAM Indexes GmbH gelistet.

Bereits 2004 hatten die Züricher Sustainable Asset Management Group (SAM) und das Washingtoner World Resources Institute (WRI) untersucht, inwiefern sich neue Umweltstandards allgemein auf die Automobilbranche auswirken werden. Demnach ist zu erwarten, dass sich in den nächsten Jahren in Europa, den USA und in Japan verschärfte Klimaschutzstandards durchsetzen. Allein dadurch würde sich der Untersuchung zufolge die Autoproduktion erheblich verteuern. So könnte etwa in Zukunft jedes Fahrzeug von Ford den Hersteller 403 US-Dollar mehr kosten.

Bildhinweis: Der Prius allein macht die Fahrzeugflotte von Toyota noch nicht klimafreundlich / Quelle: Unternehmen
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