22.11.07 Erneuerbare Energie

22.11.2007: Erneuerbare Energien: Geothermische Stromerzeugung in Landau gestartet

Das erste ganzjährig industriell nutzbare Geothermiekraftwerk Deutschlands ist gestern offiziell in Betrieb genommen worden. Darauf weist das Bundesumweltministerium (BMU) hin. Atrid Klug, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium betont die Demonstrationswirkung des Kraftwerkes. "Diese Anlage wird der geothermischen Stromerzeugung in Deutschland einen Schub verleihen. Damit treiben wir unsere Strategie zum Ausbau der erneuerbaren Energien entscheidend voran", so Klug.

Die Anlage soll eine Strommenge erzeugen, die dem Jahresbedarf von 6.000 Haushalten entspricht. Mit der überschüssigen Wärme können den Angaben zufolge anfangs 300 Haushalte und später - nach einer Kapazitätserweiterung - 1.000 Haushalte versorgt werden. Das Projekt wurde durch das Bundesumweltministerium mit über 2,6 Millionen Euro unterstützt.

In Kürze wird als zweites industriell genutztes Geothermiekraftwerk in Deutschland die Anlage in Unterhaching die Stromproduktion aufnehmen. Wärme für große Gebiete der Gemeinde Unterhaching liefert die Anlage schon jetzt.

Astrid Klug wies auch auf geplante Änderungen in den Rahmenbedingungen für die Tiefengeothermie hin. Sowohl bei der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) als auch im Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien seien deutliche Verbesserungen vorgesehen. "Die Nutzung der Geothermie wird von den anstehenden Gesetzesänderungen und Maßnahmen des integrierten Energie- und Klimapakets der Bundesregierung profitieren", so Klug.

Die Zeichen in der Geothermiebranche stehen damit auf Wachstum. Dies lässt sich an der Zahl der Planungen für geothermische Anlagen erkennen - in Deutschland sind gegenwärtig rund 150 Projekte zur Wärmenutzung oder zur Stromerzeugung in Bearbeitung.
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