22.01.03

22.1.2003: Bundesumweltministerium fördert Pilotprojekt der BBS Kraftfahrzeugtechnik

Mit rund 1,1 Millionen Euro aus dem Investitionsprogramm zur Verminderung von Umweltbelastungen fördert das Bundesumweltministerium (BMU) ein Vorhaben der BBS Kraftfahrzeugtechnik AG (WKN 519623). Diese hat am Unternehmensstandort Herbolzheim ein Verfahren zur Umwelt und Ressourcen schonenden Aluminiumbearbeitung entwickelt. Ziel dieses Pilotprojekts ist es, ein Verfahren zur Trockenbearbeitung von Teilen für die Herstellung von Aluminiumrädern großtechnisch zu erproben. Entgegen den bisher üblichen Verfahren sollen bei den Bearbeitungsprozessen wie Drehen, Bohren, Gewindeschneiden und Entgraten keinerlei Kühlschmierstoffe mehr eingesetzt werden. Die anfallenden Aluminiumspäne werden abgesaugt und in den betrieblichen Kreislauf zurückgeführt.

Mit diesem Trockenverfahren lassen sich Rohstoffe und Energie einsparen, Abfälle vermeiden und die Umweltbelastungen insgesamt im Vergleich zu den bekannten Nassverfahren deutlich verringern. So werden keinerlei Prozesschemikalien mehr bei der Herstellung benötigt, der Wasserverbrauch sinkt um mehr als 90 Prozent. Der Energiebedarf wird nahezu halbiert und Sonderabfälle fallen kaum noch an. Gegenwärtig müssen in Deutschland jährlich rund 500.000 Tonnen Kühlschmierstoffe als Sondermüll entsorgt werden. Das BMU geht davon aus, dass nach erfolgreicher Anwendung des Trockenverfahrens in Herbolzheim weitere Aluminium verarbeitende Betriebe diese Technologie anwenden werden.
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