22.12.07

22.12.2007: Meldung: BSH genehmigt 20. Windpark

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) genehmigte einen weiteren Windpark in der Nordsee. Die EOS Offshore AG aus Varel kann damit 80 Windenergieanlagen errichten, die 85 km nördlich der Insel Borkum geplant sind.

Das Vorhaben „Hochsee Windpark He dreiht“ ist das insgesamt 20. vom BSH genehmigte Windpark-Projekt in der Ausschließlichen Wirtschaftzone (AWZ) von Nord- und Ostsee (17 Nordsee, 3 Ostsee). Zwei Projekte in der Ostsee wurden bis-lang abgelehnt. Gegenwärtig laufen die Planungen für 47 Vorhaben (40 Nordsee, 7 Ostsee).


Eckpunkte der BSH- Genehmigung „Hochsee Windpark He dreiht“

§ Gegenstand: Errichtung und Betrieb von 80 einzelnen Windenergieanlagen (WEA) mit einer Leistung von 3,6 - 5 MW (Angaben der Antragstellerin) und einer Umspannanlage

§ Antrag: EOS Offshore AG aus Varel vom 24.01.2002

§ Fläche/Gebiet: Fläche ca. 40 km2 Nordsee, ca. 85 km nördlich der Insel Borkum und ca. 104 km westlich der Insel Helgoland km2, die Entfernung zur schleswig- holsteinischen Westküste beträgt ca. 152 km, Wassertiefe 37 bis 43 m

§ Der Standort erfüllt die notwendigen Voraussetzungen, dass weder die Sicherheit der Schifffahrt beeinträchtigt noch die Meeresumwelt gefährdet wird. Das Vorhaben liegt außerhalb von Meeresschutzgebieten in einem verkehrsarmen Bereich. Auch bei einer Gesamtbetrachtung aller in diesem Seegebiet bereits genehmigten Vorhaben (Global Tech I, Hochsee Windpark Nordsee und BARD Offshore 1) wird die Schifffahrt nicht beeinträchtigt.

§ Im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung wurden auch mögliche ökologische Auswirkungen großflächig untersucht. Die Untersuchungen haben gezeigt, dass der Projektraum, der sich außerhalb der Meeresschutzgebiete befindet, von der Naturausstattung her ein geringes ökologisches Konfliktpotential hat.

§ Qualitätsstandard: Konstruktion und Ausstattung gemäß dem Stand der Technik zum Zeitpunkt der Errichtung.

§ Weitere Bestandteile der Genehmigung: Umfangreiche Bedingungen und Auflagen zur Gewährleistung der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs sowie zum Schutz der maritimen Umwelt, unter anderem Anordnungen zur Tages- und Nachtkennzeichnung für Schiffs- und Flugverkehr, Schiffsidentifikations-System AIS, Schutz- und Sicherheitskonzept mit Pflicht zur Fortschreibung, schadstofffreier Korrosionsschutz, kein TBT, schallminimierter Bau und Betrieb, Abfallwirtschaftskonzept, Kapselung der Bauteile zur Vermeidung von Freisetzung gefährlicher Stoffe; Möglichkeit des BSH, zur Vermeidung drohenden Vogelschlags notfalls das zeitweise Abschalten der WEA anzuordnen.

§ Befristung:
Die Genehmigung für den Windpark ist auf 25 Jahre nach Inbetriebnahme befristet; Antrag auf Verlängerung vor Fristablauf möglich.
Die Genehmigung für die WEA erlischt, wenn nicht bis zum 31. Dezember 2011 mit den Bauarbeiten für die Installation der Anlagen begonnen wird.

§ Rückbaupflicht: Bei Erlöschen, Ablauf oder Widerruf der Genehmigung und im Falle einer nicht mehr betriebsbereiten WEA, ist die Anlage abzubauen und ordnungsgemäß an Land zu entsorgen; Absicherung der Rückbaupflicht für den Windpark durch Hinterlegung von Bürgschaften vor Errichtung.
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