02.02.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

2.2.2006: Royal Dutch Shell plc.: Eine Erneuerbare-Energie-Quelle soll zu einem wesentlichen Geschäftsbereich werden - Shell setzt bei Solarenergie auf moderne Dünnschicht-Technik - daher der Verkauf der Sparte für kristallines Silizi

Royal Dutch Shell plc erläutert heute in Den Haag die weiteren Pläne für den Geschäftsbereich "Erneuerbare Energien". "Shell will mindestens eine der erneuerbaren Energiequellen wie beispielsweise Wind, Wasserstoff oder fortschrittliche Solartechnik zu einem wesentlichen Geschäft entwickeln", sagte Jeroen van der Veer von Royal Dutch Shell plc. "Und wir arbeiten mit Nachdruck daran, unsere Position als größter Verkäufer von Biokraftstoffen weiter auszubauen."

Angesichts Shells Fokussierung auf die Dünnschicht-Solarzellen-Technologie habe man beschlossen, den kompletten Geschäftsbereich von Solarzellen auf Siliziumbasis an die SolarWorld AG, Bonn, zu verkaufen, wie bereits von ECOreporter.de gemeldet. Auf dem Gebiet der Solarenergie habe Shell die Entwicklung moderner, zukunftsfähiger Solartechnologie vorangetrieben, wozu vor allem die Dünnschicht-Technologie (CIS) zähle. Diese siliziumfreie Technologie werde in den kommenden Jahren wahrscheinlich eher im Strommarkt wettbewerbsfähig sein als konventionelle Solarlösungen auf Siliziumbasis, so Shell.

Shell stehe weltweit an der Spitze beim Vertrieb von Biokraftstoffen, so die Meldung. Das Unternehmen sei auch tonangebend bei der Entwicklung von zukunftsweisenden sogenannten Technologien der zweiten Generation, mit denen Pflanzenreste zu Kraftstoffen verarbeitet würden. Beispielsweise stelle Shell in Zusammenarbeit mit dem kanadischen Unternehmen Iogen Corporation Zellulose-Ethanol aus landwirtschaftlichen Abfallprodukten her. Dieses und andere Projekte auf dem Gebiet der Bioethanol-Produktion ergänzten Shells bestehende Partnerschaft mit Choren Industries in Freiberg/Sachsen, so Shell weiter. Choren hat ein Patent auf ein Verfahren, mit dem Biomasse wie z. B. Restholz zu hochreinem Synthesegas umgewandelt wird, das sich in einem weiteren Schritt mit Shells GTL-Verfahren (GTL = Gas To Liquids) zu synthetischem Biodiesel umwandeln lässt.

Shell sieht die Windenergie derzeit als eine der vielversprechendsten erneuerbaren Energiequellen an. Shells Anteil an einer Reihe von Windparks belaufe sich auf eine Leistung von über 350 Megawatt, die bis 2007 auf etwa 500 Megawatt wachsen soll, so die Meldung. Zu diesem Anstieg werde der erste niederländische Offshore-Windpark "Egmond aan Zee" mit einer Leistung von 108 Megawatt beitragen, dessen Baubeginn für März 2006 vorgesehen ist und an dem Shell mit 50 Prozent beteiligt ist. In Großbritannien sei Shell an dem projektierten Offshore-Windpark "London Array" zu 33,3 Prozent beteiligt. Mit einer Leistung von bis zu 1.000 Megawatt werde das einer der weltweit größten Windparks. Auch in den USA sei Shell an Windparkprojekten beteiligt, hieß es.

Darüber hinaus hat Shell heute die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung mit Guohua Energy Investment Corporation, einem der führenden Energieversorger in China, bekannt gegeben, der zufolge beide Unternehmen potentielle Windenergie-Projekte in China erkunden wollen.

Das Tochterunternehmen Shell Hydrogen hat heute angekündigt, dass man im Laufe des Jahres zwei neue Wasserstofftankstellen in den USA eröffnen werde. Shell sei auf diesem Gebiet auch in Asien aktiv so die Meldung weiter.

Shell hat nach eigenen Angaben bisher über eine Milliarde US-Dollar in Erneuerbare Energien investiert.

Royal Dutch/Shell: ISIN NL0000009470 / WKN 907505
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