22.02.05 Nachhaltige Aktien , Meldungen

22.2.2005: Der Druck steigt - Zahl der Aktion?rsinitiativen für mehr Klimaschutz der Unternehmen erreicht neues Rekordniveau

In den USA d?rften die Aktion?rsinitiativen für mehr Klimaschutz durch gro?e Aktiengesellschaften in diesem Jahr erneut ein Rekordniveau erreichen. Darauf weist das US-Portal "Greenbiz" in einem Artikel hin. Es wird vom National Environmental Education & Training Foundation (NEEF) betrieben, einer Umweltschutz-Organisation mit Sitz in Washingten D.C. Dem Artikel ist zu entnehmen, dass die Initiativen darauf abzielen, dass die Konzerne mit den h?chsten Treibhausgasemissionen ihre Klimarisiken ermitteln, bekannt geben und Klimaschutzstrategien entwickeln. Sie repr?sentieren laut Greenbiz ein Anlageverm?gen von ?ber 250 Milliarden US-Dollar und argumentieren, durch Vernachl?ssigung von Klimaschutz gingen die Unternehmen hohe finanzielle Risiken ein und vers?umten Marktchancen.

Den Angaben zufolge beteiligen sich neben Stiftungen und staatlichen Pensionsfonds vor allem dem Interfaith Center on Corporate Responsibility (ICCR) verbundene christlich und auf Umweltschutz ausgerichtete Fonds an den Aktion?rsinitiativen. Sie w?rden koordiniert von der Coalition for Environmentally Responsible Economies (CERES). Wie es weiter hei?t, wollen die Initiativen nach 22 im Vorjahr in 2005 insgesamt 31 Resolutionen auf Hauptversammlungen von Unternehmen insbesondere der Energie- und Erd?lbranche vorlegen. Diese h?tten seit Jahren immer mehr Stimmanteile gewonnen, zuletzt teilweise fast 40 Prozent erreicht. Etliche Unternehmen, vor allem Energiekonzerne wie American Electric Power, Cinergy und TXU h?tten darauf hin Klimaschutzreports erarbeitet. Allein der Energiesektor in den USA st??t 10 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen aus. Zu den Unternehmen, auf deren Hauptversammlungen die Klimaschutzresolutionen vorgelegt werden sollen, z?hlen unter anderem Dow Chemical, die Autohersteller Ford und General Motors sowie die Mineral?lkonzerne ChevronTexaco und ExxonMobil.

ExxonMobil ist das gr??te Erd?lunternehmen der Welt. Laut seinem letzten Gesch?ftsbericht sind die Konzernemissionen 2003 um weitere 2 Prozent auf 135,6 Millionen Tonnen CO2 gestiegen. Damit ?bersteigen sie deutlich den Aussto? seiner Konkurrenz. Sie liegen zum Beispiel um mehr als 50 Prozent ?ber denen der britischen BP, die kaum weniger produziert. Exxon ist weltweit das drittgr??te Unternehmen ?berhaupt, es agitiert seit vielen Jahren gegen die Notwendigkeit, den Verbrauch von Kohlendioxid (CO2) zu reduzieren. Laut Konzernchef Lee Raymond gibt es keinen Wandel des Weltklimas und wenn, dann existiere daf?r keinen Zusammenhang mit dem Aussto? von CO2.


Bildhinweis:
Hohe Treibhausgasemissionen k?nnen die Rendite gef?hrden / Quelle: NEG Micon;
Exxon-Chef Lee Raymond / Quelle: Unternehmen
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