22.02.05 Erneuerbare Energie

22.2.2005: Erneuerbaren Energien in Deutschland 2004: Gesamtumsatz 11,5 Milliarden Euro - 9,3 Prozent des Bruttostromverbrauchs - 55,9 Terrawatt-Stunden (TWh) Strom

Erneuerbaren Energien lieferten in Deutschland 2004 rund 55,9 Terrawatt-Stunden (TWh) Strom. Das melden in einer gemeinsamen Pressemitteilung die Verb?nde BWE (Bundesverband WindEnergie e.V.), BEE (Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.) und UVS (Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft). Gr?ner Strom habe im letzten damit 9,3 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs abgedeckt, hei?t es weiter. 2003 seien es noch 7,9 Prozent gewesen. Erstmals habe die Windkraft mehr Strom erzeugt als die Wasserkraft, und erstmals sei Deutschland "Weltmeister" beim Zubau von Photovoltaik-Anlagen: Deutschenland habe mit 300 Megawatt (MW) zus?tzlich installierter Sonnenstrom-Leistung in 2004 Japan abgeh?ngt, das 280 MW neu erstellt habe.

Ein Zuwachs sei auch im Bereich der W?rmeversorgung zu verzeichnen gewesen, hei?t es in der Meldung. Der Anteil der Erneuerbaren Energien sei leicht auf 4,2 Prozent gestiegen: Biomasse, Solar- und Geothermie h?tten 62,1 TWh erzeugt, rund 1,3 TWh mehr als in 2003. Die Biokraftstoffe h?tten 2004 erstmals die Grenze von einer Million Tonnen ?berschritten (10,9 TWh).

Die Gesamtinvestitionen in deutsche Neuanlagen betrugen laut dem Bericht im Bereich Erneuerbare Energien in 2004 rund 6,5 Milliarden Euro. Mit 2,4 Milliarden Euro habe die Windenergie-Branche das meiste Geld in heimische Anlagen investiert, danach folgten Photovoltaik (1,5 Milliarden Euro), Biomasse zur Stromerzeugung (0,9 Milliarden Euro) und Biomasse zur W?rmeerzeugung (0,85 Milliarden Euro). Addiert mit den Erl?sen aus dem Betrieb der Erneuerbare Energie-Anlagen ergebe sich für 2004 ein Gesamtumsatz in H?he von 11,5 Milliarden Euro.

In Deutschland seien 2004 ?ber 130.000 Menschen im Bereich Erneuerbare Energien besch?ftigt gewesen, hei?t es weiter. Dabei seien Arbeitspl?tze die am Technologie- Export hingen noch nicht einmal ber?cksichtigt.

Durch den Einsatz Erneuerbarer Energien hat Deutschland den Angaben zufolge in erheblichem Umfang den Aussto? klimarelevanter Treibhausgase vermieden. Insgesamt h?tten die Erneuerbaren Energien bei Kraftstoffverbrauch, Strom- und W?rmeerzeugung rund 70 Millionen Tonnen CO2 eingespart, zehn Millionen Tonnen mehr als in 2003. Das entspreche genau der Menge, die Energiewirtschaft und Industrie von 2002 bis 2012 einsparen sollten. Wind- und Wasserkraft h?tten den CO2-Aussto? um je etwa 21,5 Millionen Tonnen gesenkt, die Biomasse um 5,7 Millionen Tonnen.

Die Zahlen hat den Angaben zufolge die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien Statistik zusammengestellt. Ver?ffentlich wurden sie durch Frithjof Stai? vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung und Rainer Hinrichs-Rahlwes vom Bundesumweltministerium im Rahmen der heutigen Jahreskonferenz Erneuerbare Energien in Berlin (www.jahreskonferenz.de).
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