22.04.05

22.4.2005: Meldung: Gelsenwasser AG: Bilanzdaten für das Gesch?ftsjahr 2004

Gelsenwasser pr?sentiert gutes Ergebnis für 2004

Wasserabsatz leicht gestiegen - Gesch?ftsfeld Abwasser erfolgreich ausgebaut

Die Gelsenwasser AG pr?sentierte heute auf ihrer Jahres-Pressekonferenz die Bilanzdaten für das Gesch?ftsjahr 2004. Das Unternehmen erzielte ein sehr gutes Ergebnis: Der Umsatz des Gelsenwasser-Konzerns stieg gegen?ber dem Vorjahr um 9,0 Mio. EUR auf 405,6 Mio. EUR, das Ergebnis der gew?hnlichen Gesch?ftst?tigkeit lag mit 70,2 Mio. EUR knapp unter Vorjahresniveau, der ROCE stieg auf die Rekordh?he von 20,9 %. Dazu Dr. Manfred Scholle, Vorstandsvorsitzender der Gelsenwasser AG: "Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden, zumal es ?ber unseren eigenen Erwartungen lag."

Die Aktion?re erhalten entsprechend eines Beschlusses der Hauptversammlung des Unternehmens eine garantierte Ausgleichszahlung von 17,74 Euro je Aktie von der Wasser und Gas Westfalen GmbH, der Hauptaktion?rin der Gelsenwasser AG.

Wasserabsatz ?ber Vorjahresniveau - Erdgas-Versorgungsdichte gesteigert

Der Wasserabsatz des Gelsenwasser-Konzerns stieg 2004 im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,5 Mio. m? auf 240,7 Mio. m?. Diese Entwicklung beruht auf der um 1,7 Mio. m? erh?hten Nachfrage von insgesamt 99,6 Mio. m? durch die Industrie, insbesondere die Kraftwerke. Die Haushalte verbrauchten mit 64,5 Mio. m? rund 1 Mio. m? weniger Trinkwasser als im Jahr 2003 mit einem besonders hei?en Sommer.

Der Konzessionsvertrag mit der Stadt Werne konnte erneut verl?ngert worden. Die seit 1906 bestehende erfolgreiche Partnerschaft wird bis Ende 2028 weiter fortgef?hrt, wobei die rd. 33.000 Einwohner der Stadt j?hrlich mit ca. 2 Mio. m? Kubikmeter Trinkwasser beliefert werden. Ebenso wurden die Vertr?ge ?ber rund 2 Mio. m? Wasserlieferung mit der Stadtwerke Hamm GmbH um f?nf Jahre verl?ngert.

Die langj?hrige Lieferpartnerschaft mit der Stadt Soest hat 2004 eine neue Dimension erhalten: Die Stadtwerke gaben ihre Eigenversorgung auf und stellten ganz auf die vollst?ndige Belieferung um. Der gesamte Trinkwasserbedarf der Stadt von rd. 3,2 Mio. m? j?hrlich wird nun von Gelsenwasser geliefert.

Erdgasabsatz stabil

Die h?here Tagesmitteltemperatur 2004 und der zunehmende Einbau Energie sparender Heizkessel sowie verbesserter W?rmeschutz, die den Verbrauch insgesamt senken, f?hrten zu einem leichten R?ckgang gegen?ber dem Vorjahr um 1,4 % oder 71,4 Mio. kWh auf 4.936 Mio. kWh. Durch die Gewinnung von Neukunden konnte die Gasversorgungsquote - also die Zahl der mit Gas versorgten Haushalte, bezogen auf die Gesamtzahl der Haushalte im Versorgungsgebiet - von 58,7 % auf 59,2 % (Bundesdurchschnitt 47,2 %) gesteigert werden. Im Industriebereich stieg der Absatz konjunkturbedingt um 1,8 % auf 916 Mio. kWh.

Gesch?ftsfeld Abwasser wird wichtiger

In Dresden hat vergangenes Jahr die Stadtentw?sserung Dresden GmbH (SEDD) nach der Teilprivatisierung ihre Arbeit aufgenommen. Gelsenwasser h?lt 49 % an der SEDD, nachdem sich das Unternehmen in einer europaweiten Ausschreibung gegen internationale Konkurrenz durchsetzen konnte. Die SEDD entsorgt das Abwasser von rd. 480.000 Einwohnern, die Abwassermenge bel?uft sich auf ca. 26 Mio. m?. Zurzeit wird die Kapazit?t der Anlage auf 55 Mio. m? erweitert, um auch die Abw?sser von Pirna und Heidenau mit zu kl?ren.

In Emmerich am Rhein hat Gelsenwasser gemeinsam mit der Stadt in der neu gegr?ndeten Gesellschaft Technische Werke Emmerich am Rhein GmbH (TWE) den Abwasserbetrieb aufgenommen. Gelsenwasser erbringt hier langfristig umfangreiche technische und kaufm?nnische Betriebsf?hrungsleistungen, durch die sowohl bei Investitionen als auch bei den laufenden Kosten Vorteile für die Gesellschaft erschlossen werden.

In Gelsenkirchen nahm zum 1. April 2004 die Abwassergesellschaft Gelsenkirchen mbh (AGG) die Arbeit auf. Gelsenwasser hat damit in Gelsenkirchen erstmalig in einer Gro?stadt die Verantwortung sowohl für die Trinkwasserversorgung als auch für die Abwasserentsorgung inne. Dieses Modell kann auch unter stadtwirtschaftlichen Gesichtspunkten Vorbildcharakter für andere St?dte haben.

Im Industriegesch?ft ist ein Abschluss mit der ThyssenKrupp Electrical Steel GmbH ?ber die Lieferung von vollentsalztem Wasser für das Werk Gelsenkirchen geschlossen worden. Neben der Finanzierung und dem Bau der Aufbereitungsanlage tritt Gelsenwasser für einen Zeitraum von zehn Jahren als Betriebsf?hrer für die Lieferung von rd. 125.000 m? Wasser pro Jahr ein.

Zuverl?ssiger Partner für Kommunen

Seit anderthalb Jahren geh?rt die gro?e Mehrheit der Gelsenwasser-Aktien der Wasser und Gas Westfalen GmbH, einem Tochterunternehmen der Stadtwerke Bochum und der Dortmunder Stadtwerke. Dies st?rkt das Untenehmen am Markt, erl?uterte Dr. Scholle: "Wir haben verl?ssliche Partner gefunden, die Gelsenwasser neue und langfristige Perspektiven er?ffnen. Zum einen sind wir in der Lage, auf gemeinsamen Feldern insgesamt kosteng?nstiger zu arbeiten. Zudem helfen uns die Anteilseigner beim Marktauftritt. Die Kombination aus privatwirtschaftlichem Unternehmen mit kommunal-freundlichen Eignern macht das Leben leichter. Dies liegt an den spezifischen Bedingungen des Versorgungsmarktes: Unsere Vertragspartner im Trinkwasser- und Abwasserbereich sowie beim Erdgas sind Kommunen. Eine gute Basis ist zudem, dass Gelsenwasser unabh?ngig von Gro?konzernen ist und bereits langj?hrige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit kommunalen Partnern hat. Darum sehen wir in unserer Rolle eine gro?e Chance in der Region vor der Haust?r, in Deutschland wie in europ?ischen Nachbarl?ndern."

Gelsenkirchen, 21. April 2005
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