22.05.03

22.5.2003: Meldung: VA Technologie AG: Erstes Quartal 2003

VA Technologie AG: Erstes Quartal 2003
- Auftragseingang im ersten Quartal +1%, Auftragsstand um 3% über Stand zum Ultimo 2002.
- Umsatzrealisierung um 7% unter Vorjahresniveau.
- Operatives Ergebnis (EBIT) um +61% und Netto-Ergebnis um +66% deutlich gestiegen.
- Turnaround-Kurs der Metallurgietechnik fortgesetzt.
- Positive Geschäftsentwicklung in der Hydraulischen Energieerzeugung, zurückhaltendes Investitionsklima in Energieübertragung und -verteilung, weiterhin positive Entwicklung im Bereich Infrastruktur.
- Restrukturierung des Bereichs Wassertechnik in Umsetzung.
- Positive Netto-Liquidität und verbesserter Free Cash Flow im ersten Quartal.
- Ausblick 2003: Erwartung einer deutlichen Steigerung des operativen Ergebnisses sowie eines positiven Netto-Ergebnisses bleibt aufrecht.
- Österreichische Investorengruppe übernimmt Aktienpaket der voestalpine AG an VA TECH (19,05% vom Grundkapital) per 14. Mai 2003


"Vor dem Hintergrund der derzeitigen internationalen Situation der Kapitalgüterindustrie verlief die Geschäftsentwicklung der VA TECH in den ersten drei Monaten des Jahres zufrieden-stellend", meint Dr. Erich Becker - Vorsitzender des Vorstandes der VA Technologie AG - anlässlich einer Pressekonferenz am 22. Mai in Wien.


"Die konjunkturelle Entwicklung in den wichtigsten Wirtschaftsregionen zeigte eine von zahlreichen Unsicherheitsfaktoren geprägte Tendenz. Das wirtschaftliche Umfeld einerseits und Sonderereignisse wie Irak-Krieg und SARS andererseits führten zu Verschiebungen bzw. zu Verzögerungen von Investitionsvorhaben. Trotzdem hat der Auftragseingang des ersten Quartals die Marke von 1 Mrd. EUR wieder überschritten und liegt geringfügig über dem Vergleichswert des Vorjahres. Einmal mehr zeigt sich der Heimmarkt Europa mit einem Anteil von 65% am gesamten Volumen in einer stabilen Verfassung."

"Ein wesentlicher Fokus der VA TECH liegt neben der nachhaltigen Ergebnisverbesserung derzeit auf Maßnahmen zur Erhöhung der Liquidität. Erfreulicherweise konnten in den ersten drei Monaten des Jahres sowohl eine positive Netto-Liquidität als auch ein verbesserter Free Cash Flow erwirtschaft werden." fügte Finanzvorstand Roland Scharb hinzu.

Verbesserter Auftragseingang
Der Auftragseingang des ersten Quartals 2003 verbesserte sich mit 1.057 Mio. EUR geringfügig im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres (+1%) und zeigt somit eine zufrieden- stellende Entwicklung.

Den größten Anteil daran erzielten die Unternehmensbereiche Energieübertragung und -verteilung (34%), Hydraulische Energieerzeugung (24%) und Metallurgietechnik (23%). In der regionalen Betrachtung kommen die neuen Aufträge zum überwiegenden Teil aus Europa (65%)

Auftragsstand im ersten Quartal gestiegen
Der Auftragsstand per 31. März 2003 von 4.085 Mio. EUR hat sich zwar gegenüber dem Stand vor einem Jahr verringert, im Vergleich zum 31. Dezember 2002 allerdings wieder um 3% erhöht.

Umsatz unter Vorjahresniveau
Der Umsatz der ersten drei Monate 2003 lag mit 802 Mio. EUR um 7% unter der Vergleichsperiode des Vorjahres. Ausschlaggebend für diese Abweichung war die projektbedingt geringere Umsatzrealisierung in der Metallurgietechnik (minus 36 Mio. EUR) sowie in der Energieübertragung und -verteilung (minus 46 Mio. EUR). In den Unternehmensbereichen Hydraulische Energieerzeugung und Wassertechnik war ein Wachstum zu verzeichnen.
Im Umsatz sind Zinsen aus dem Saldo der erhaltenen und geleisteten An- und Teilzahlungen in Höhe von 24 Mio. EUR enthalten (nach 23 Mio. EUR in den ersten drei Monaten des Vorjahres).

Den größten Anteil am gesamten Konzernumsatz trug der Bereich Energieübertragung und verteilung mit 32% bei. Europa war auch gemessen am Umsatz mit 62% der dominierende Markt des VA TECH-Konzerns.

Operatives Ergebnis und Netto-Ergebnis deutlich gestiegen
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwert-Amortisation (EBITA) betrug im ersten Quartal 25,7 Mio. EUR und lag somit um 39% über dem Vorjahresvergleichswert.

Vermindert um die Firmenwert-Amortisation ergibt dies ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 17,6 Mio. EUR (im Vergleich zu 10,9 Mio. EUR in den ersten drei Monaten 2002).

Das Finanzergebnis des VA TECH-Konzerns in den ersten drei Monaten des Jahres verbesserte sich von minus 31,7 Mio. EUR auf minus 25,3 Mio. EUR aufgrund von niedrigeren Zinssätzen und gestiegener Liquidität.

Nach Abzug von Steuern und Minderheitsanteilen wurde im ersten Quartal das Periodenergebnis von minus 21,7 Mio. EUR in 2002 auf minus 7,4 Mio. EUR verbessert.

Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme zum 31. März 2003 verringerte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2002 um 3% auf 3.553 Mio. EUR. Die Vermögensstruktur setzte sich aus 31% langfristigen und 69% kurzfristigen Vermögensgegenständen zusammen. Das Eigenkapital inklusive Minderheitenanteile betrug 485 Mio. EUR, dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 13,7%.

Die Struktur der verzinslichen Verbindlichkeiten (785 Mio. EUR) zeigt ein gutes Verhältnis mit 31% an kurzfristigen und 69% an langfristigen Verbindlichkeiten.

Die Summe der liquiden Mittel des Konzerns (Bruttoliquidität) per 31. März 2003 betrug 810 Mio. EUR (nach 822 Mio. EUR zum Ultimo 2002). Nach Abzug der verzinslichen Verbindlichkeiten von 785 Mio. EUR (739 Mio. EUR) ergibt sich somit eine positive Nettoliquidität von 25 Mio. EUR (nach minus 95 Mio. EUR zum 31. März des Vorjahres bzw. plus 83 Mio. EUR Ende 2002).

Durch eine Fortführung des konsequenten Cash-Managements konnte der Verschuldungsgrad (Gearing) erfreulicherweise auf minus 5% gehalten werden.

Cash Flow und Investitionen
Der Cash Flow aus dem Ergebnis der ersten drei Monate des Jahres betrug plus 5 Mio. EUR (nach plus 1 Mio. EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres). Unter Einbeziehung der Veränderungen im Working Capital ergab sich ein Cash Flow aus der Betriebstätigkeit von minus 79 Mio. EUR (nach minus 50 Mio. EUR in den ersten drei Monaten des Vorjahres).

Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit betrug plus 43 Mio. EUR (nach minus 24 Mio. EUR). Darin inkludiert sind sowohl Investitionen in Sachanlagevermögen/Immaterielle Vermögensgegenstände oder in Beteiligungen als auch liquiditätssteigernde Effekte aus der Reduktion von langfristig gebundenem Anlagevermögen.

Daraus ergibt sich ein Free Cash Flow, der sich von minus 74 Mio. EUR im ersten Quartal des Vorjahres auf nunmehr minus 35 Mio. EUR verbesserte.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Der Personalstand per 31. März 2003 verringerte sich im Vergleich zum Jahresende 2002 um 1% auf 17.612. Im Vergleich zum Mitarbeiterstand per 31. März 2002 bedeutet dies eine Reduktion von 832 Mitarbeitern (5%).
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