22.06.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

22.6.2004: Presseschau: Spanischer Rambo - Gegenwind für Telefónica

In Spanien und in Lateinamerika steht der Kommunikationskonzern Telefónica in der Kritik. Erst im April hatte die spanische Wettbewerbsbehörde eine Strafe von 57 Millionen Euro gegen das Unternehmen verhängt. Mit unlauteren Praktiken habe es seinen Kunden den Wechsel zur Konkurrenz erschwert. Wie das Handelsblatt berichtet, will nun die Regierung von Peru wegen wettbewerbfeindlichem Auftreten und zu hoher Tarife gegen Telefónica vorgehen. Auch die neue spanische Regierung fordere von dem Konzern, dessen Marktanteil in Spanien 75 Prozent betrage, mehr Wettbewerb und niedrigere Preise. Laut Julian de Cabo, ehemals Geschäftsführer ihrer Internettochter Terra Networks, habe Telefónica "in den vergangenen Jahren bis an die Grenzen der Legalität um seinen Marktanteil gekämpft."

Das Unternehmen ist in mehreren Nachhaltigkeitsfonds enthalten. Im vergangenen Jahr analysierte die Schweizer Bank Sarasin & Cie AG die 19 weltweit wichtigsten Telekommunikations-Unternehmen anhand von sozialen und ökologischen Gesichtspunkten. Hier landete Telefónica weit hinten.
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