22.06.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

22.6.2006: Börsengang oder Verkauf an den Meistbietenden? - Rekordgewinn lockt die Interessenten für RWE-Tochter Thames Water, drohendes Bußgeld als Schönheitsfehler

Für eine Übernahme der britischen Thames Water, eine Tochter der Essener RWE AG, interessieren sich Medienberichten zufolge verschiedene Konsortien. Diese würden unter anderem angeführt von Babcock & Brown, Macquarie Bank und Scottish & Southern Energy. Der erzielbare Preis wird von Experten auf 10,2 Millarden Euro geschätzt. Erste Gebote für den größten Wasserversorger Großbritanniens könnten schon Ende Juli vorliegen, hieß es weiter.

Allerdings herrscht noch immer Unsicherheit über den Verkauf des Wasserunternehmens. RWE will sich davon trennen und bevorzugt seinen Börsengang. Wie jetzt bekannt wurde, hat Thames Water im vergangenen Geschäftsjahr einen Rekordgewinn verzeichnet. Demnach erwirtschaftete das Unternehmen vor Steuern umgerechnet rund 504 Millionen Euro und damit 31 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der Umsatz sei im gleichen Zeitraum um 18 Prozent gestiegen.

Allerdings kommen auf die RWE-Tochter nach britischen Presseberichten von heute auch Schwierigkeiten zu. Aufgrund von Versäumnissen bei der Erneuerung des Leitungsnetzes versickerten täglich große Wassermengen, dem Unternehmen drohen Strafzahlungen von bis zu 140 Millionen Pfund (rund 203 Millionen Euro). In den kommenden Wochen werde die zuständige Regulierungsbehörde Ofwat darüber entscheiden. Gegen zwei andere Wasserversorger habe sie bereits Strafen verhängt.

RWE AG: ISIN DE0007037129 / WKN 703712

Bildhinweis: Die Wassergeschäft gilt als aussichtsreiche Zukunftsbranche / Quelle: Severn Trent
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