22.8.: Alles Banane? - Reportage rückt Chiquita Brands International ins Zwielicht

Der Konzern Chiquita Brands International muss sich heftige Journalistenkritik gefallen lassen. Aus einer Spiegel-Online-Reportage gehen deutliche Zweifel an der tatsächlichen Umsetzung des eigenen Nachhaltigkeitsanspruchs hervor. So zitiert das Magazin den führenden Gewerkschaftsvertreter der Bananenarbeiter aus Costa Rica. Seinen Worten nach würden die Arbeiter "systematisch diskriminiert". Gewerkschaftsmitglieder würden unter einem Vorwand entlassen und auf schwarze Listen gesetzt, die eine Einstellung in der Region unmöglich machten. Zudem werde bei den regelmäßigen Kontrollen der Nichtregierungsorganisation Rainforest Alliance getrickst. Die Organisation prüft die Einhaltung einer Vielzahl von Nachhaltigkeitskriterien und vergibt seit Jahren ihr Unbedenklichkeitssiegel an Chiquita.

Das Unternehmen weist die Vorwürfe hingegen zurück. Die gewerkschaftliche Organisation der Arbeiter sei ausdrücklich erwünscht, die Verdienstmöglichkeiten lägen über dem Durchschnitt.

Chiquita Brands reagierte vor mehr als zehn Jahren auf heftige Kritik von Journalisten und Verbrauchern an den ausbeuterischen Arbeitsbedingungen mit der Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie. Seither profitiert das Unternehmen nicht nur von einem Imagegewinn, sondern wurde auch in den Nachhaltigkeitsindex Domini 400 Social Index aufgenommen (siehe die ECOreporter.de-Beiträge vom 21. Oktober und vom 15. Dezember.)

Bildhinweis: Chiquita-Bananen/ Quelle: Unternehmen
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