23.10.02

23.10.2002: Greenpeace Österreich protestiert gegen Esso-Haltung zu Kyoto-Protokoll und Menschenrechtsfragen

Greenpeace Österreich hat zu Protestaktionen gegen den Öl-Konzern Esso, Tochter von Exxon-Mobil, aufgerufen. Vor Esso-Tankstellen in Wien, Innsbruck und Salzburg sollen am heutigen Mittwoch als Tiger verkleidete Menschen die Passanten über die Haltung des Unternehmens zum Kyoto-Protokoll informieren. Einer Greenpeace-Meldung zufolge lehnt Esso das Klimaschutz-Protokoll ab und ist gegen eine Festlegung von Emissions-Reduktionszielen. Kritisiert wird auch das Verhalten des Unternehmens in Menschenrechtsfragen. Esso sei eines jener Unternehmen, die am meisten vom drohenden Ölkrieg im Irak profitieren würden, so die Meldung. Ein Dialogversuch sei von Esso-Geschäftsführer Franz Hartmann kurzfristig abgelehnt worden.

Esso hat dagegen den Teilnehmern der Protestaktionen vorgeworfen, die Fakten zu ignorieren. Das Unternehmen habe seine Energieeffizienz in den letzten 25 Jahren um 35 Prozent gesteigert, so eine Pressemitteilung. Die Umweltschutzbilanz des Mutterkonzerns ExxonMobil zähle weltweit zu den besten in der Industrie. Weiter heißt es, dass die Qualitätszertifizierungsgesellschaft Lloyds Register Esso im Hinblick auf die Integration von Umweltgesichtspunkten als führend bezeichne. Die Protestteilnehmer sind Esso zufolge "häufig mehr an Fernsehauftritten als an ernsthafter Diskussion" interessiert.
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