23.10.02

23.10.2002: Tchibo bezieht bundesweit Strom von Watt Deutschland und NaturEnergie

Die Tchibo Frisch-Röst-Kaffee GmbH, Hamburg, bezieht bis Ende 2004 bundesweit den Strom für alle ihre Filialen von der Watt Deutschland GmbH, Frankfurt, und der NaturEnergie AG, Grenzach-Wyhlen. Die seit Januar 2002 laufenden Verträge würden damit um zwei Jahre verlängert, so eine Meldung der NaturEnergie AG. Die Unternehmen würden zusammen rund 850 Geschäfte mit einem jährlichen Gesamtverbrauch von 30 Gigawattstunden (GWh) beliefern. Watt Deutschland versorge sämtliche Tchibo-Standorte in den alten Bundesländern, NaturEnergie beliefere die 54 ostdeutschen Tchibo-Filialen mit regenerativ erzeugtem Strom der Marke NaturEnergie Silber. Der Strom stamme ausschließlich aus Wasserkraftwerken vom Hochrhein und aus dem Schwarzwald, hieß es.

Die Schwestergesellschaften Watt Deutschland und die NaturEnergie AG kooperieren in den Bereichen Abwicklung und Abrechnung. Alle Tchibo-Standorte in Deutschland sollen elektronisch in einer einzigen Sammelrechnung erfasst und papierlos abgerechnet werden. Dazu erstelle Watt Deutschland eine computergestützte Datei, die Tchibo in das eigene interne System einlesen soll. So fielen monatlich rund 850 Rechnungsbelege auf Papier weg. Außerdem geschehe die Kontrolle und Zuordnung der Kostenstellen elektronisch.

Für die NaturEnergie AG sei Tchibo bislang der größte Kunde in den neuen Bundesländern. Unabhängige Fachleute des TÜV Management Service würden regelmäßig sicherstellen, dass der Strom das ganze Jahr über aus regenerativen und emissionsfreien Energiequellen stamme und eine Vollversorgung des Kunden jederzeit gewährleistet sei, so die Meldung.

In 2001 habe die NaturEnergie AG von der Vereinigte Energiewerke AG (VEAG) eine Durchleitungsgenehmigung in deren Stromnetz erhalten. Bis Ende 2003 kann Stromversorgern der Netzzugang in Berlin und den neuen Bundesländern der Meldung zufolge verweigert werden, wenn dadurch die dort geltende hohe Verstromung der heimischen Braunkohle gefährdet ist.
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