23.11.01

23.11.2001: S.A.G. Solarstrom AG schließt Joint Venture mit amerikanischer PowerLight Corporation

Die Freiburger S.A.G. Solarstrom AG (WKN 702 100) und das kalifornische Solarunternehmen PowerLight Corporation haben ein Joint Venture beschlossen, dies teilte die Solarstrom AG am Donnerstag mit. Ziel sei im ersten Schritt die Einführung des Solarsystems Powerguard‚ in Europa. Powerguard‚ sei ein patentiertes System für Solaranlagen zwischen einem Kilowatt und einem Megawatt Leistung. Die S.A.G. Solarstrom AG erhalte das exklusive Vertriebsrecht für das Solarsystem Powerguard‚ in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bereits Anfang November sei die erste europäische Pilotanlage in Betrieb gegangen. Standort sei das Dach der Schweizer Firma ProRheno in Basel. Hier wurde der Mitteilung zufolge im November ein Powerguard‚-Solarkraftwerk mit rund 184 Kilowatt Leistung (kWp) installiert. In der Einführungsphase für Powerguard plane man zunächst bis zu einem Megawatt installierter Leistung.

Die 1991 gegründete PowerLight Corporation gehöre zu den führenden Solarunternehmen in den USA, erklärte die Solarstrom AG. Powerguard‚-Solarsysteme würden solare Stromerzeugung mit bautechnischen Eigenschaften zur Gebäudeisolierung verbinden. Die neuartigen Module gehörten als Bestandteil zu einem hochwertigen Dachaufbau aus isolierendem Polystyrolschaum. Die bestehende Dachhaut müsse weder durchdrungen, noch statisch angepasst werden. Powerguard‚ sei unkompliziert zu verlegen und eigne sich für Flach- und Schrägdächer sowie für Fassaden. Ein zusätzlicher Effekt entstehe durch die Isolationseigenschaftenvon Powerguard, die Energiekosten für Heizung bzw. Kühlung würden sich verringern.

Die Freiburger und ihre amerikanischen Partner hoffen auf einen stark wachsenden Markt für Powerguard‚ in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie halten das neuartige Solarsystem sowohl für Neubauten geeignet wie auch für Sanierungen industrieller und gewerblicher Bauten. Allein in Deutschland rechne die Baubranche mit einem wachsenden Sanierungsbedarf bei Gebäuden, die bis Mitte der achtziger Jahre entstanden, argumentiert S.A.G.. Im gewerblichen Neubau werde die Nachfrage steigend sein, da sowohl die verschärften Wärmeschutzrichtlinien als auch steigende Energiekosten ideale Voraussetzungen für die erfolgreiche Einführung der neuen Solarsysteme bildeten.
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