23.11.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

23.11.2006: LichtBlick-Geschäftsführer und Stoffkontor Kranz-Vorstand sind Ökomanager des Jahres 2006

Das Wirtschaftsmagazin Capital und die internationale Umweltschutzorganisation WWF haben die Ökomanager des Jahres 2006 gekürt. Die Auszeichnung wurde an Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH in Stuttgart, Heiko von Tschischwitz, Geschäftsführer der LichtBlick GmbH & Co. KG in Hamburg, und Heinrich Kranz, Vorstand der Stoffkontor Kranz AG in Lüchow/Wendland vergeben. Der zum 16. Mal verliehene Preis ehrt nach Darstellung der Trägerorganisationen Unternehmenspersönlichkeiten, die sich nicht nur für den Umweltschutz engagieren, sondern Ökologie, Ökonomie und soziale Belange gleichermaßen in der Firmenpolitik berücksichtigen.

"Mit diesem Preis soll das herausragende und innovative Engagement des LichtBlick-Geschäftsführers für den Umweltschutz gewürdigt werden.", so das Urteil der Jury. Der Jury gehören u.a. Capital-Chefredakteur Dr. Klaus Schweinsberg, Dr. Ludolf-Georg von Wartenberg, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) sowie Prof. Dr. Detlev Drenckhahn, Präsident der Umweltstiftung WWF Deutschland an.
"Ich freue mich sehr über den Preis und bedanke mich für die Auszeichnung, die ich stellvertretend für unsere Kunden und alle Mitarbeiter entgegen nehme", sagte Heiko von Tschischwitz bei der Preisverleihung in Berlin. "Ohne sie gäbe es den Erfolg von LichtBlick nicht." Heiko von Tschischwitz ist seit der Gründung Ende 1998 der Geschäftsführer das Unternehmen. Im Oktober 1999 hat es mit der Versorgung von acht Haushaltskunden in Hamburg begonnen. Mittlerweile gehört LichtBlick mit bundesweit über 215.000 Haushaltskunden und 50.000 Firmenkunden zu einem der größten Stromanbieter in Deutschland. LichtBlick-Strom ist ausschließlich umweltfreundlich erzeugt, auf Kohle- und Atomstrom wird vollständig verzichtet. Trotz dieses hohen ökologischen Standards, der regelmäßig zertifiziert wird, ist LichtBlick-Strom nach Unternehmensangaben nicht teurer als konventioneller Strom. Unter anderem hätten die Arbeitsagentur für Arbeit, die AOK und die RWTH Aachen aktuell Stromlieferverträge mit LichtBlick abgeschlossen. Auch für Haushaltskunden biete LichtBlick "eine ökologisch zukunftsfähige Alternative zu einem bundesweit einheitlichen Tarif ohne Aufpreis an".

LichtBlick erwirtschaftet in diesem Jahr einen Umsatz von 200 Millionen Euro und beschäftigt mehr als 200 Mitarbeiter. Firmensitz ist Hamburg. "Unser erklärtes Unternehmensziel ist es, zu beweisen, dass auch heute schon eine klimafreundliche Stromversorgung ohne Atomstrom zu konkurrenzfähigen Preisen möglich ist", so von Tschischwitz. "Der Stromanbieterwechsel kostet keine fünf Minuten Zeit und ist ungefähr so schwer, wie eine Ansichtskarte aus dem Urlaub zu schreiben. Zudem kann man mit dem Stromanbieterwechsel ein energiepolitisches Signal setzen und sich sehr leicht für mehr Umweltschutz einsetzen."

Auch Heinrich Kranz, Vorstand der Stoffkontor Kranz AG, wurde für seinen "unermüdlichen und vorbildlichen Einsatz" für den Umweltschutz ausgezeichnet. In der Laudatio wurde sein unternehmerisches Engagement, aus dem nachwachsenden Rohstoff Brennnessel ein besonders ökologisches und hochwertiges Textil herzustellen und im Markt zu platzieren herausgestellt. Die Jury, so Prof. Dr. Drenckhahn, Präsident des WWF, zeigte sich besonders beeindruckt davon, dass die besichtigten Nesselfelder so voller Leben sind und wertvollen Lebensraum bieten für ungewöhnlich viele Tierarten. Auch die völlig neu entwickelten technischen Verfahren zur Herstellung von einzigartigen Textilien aus Nesselfasern zeugen von hoher Innovationskraft und ökologischem Schaffensgeist. Bezogen auf das wirtschaftliche Potential bei der Nutzung der Brennnessel sehe man ungeahnte Möglichkeiten bis hin zum Global-Player. Auch auf den geplanten Erlebnispark wurde lobend eingegangen, entspreche dies doch dem besonderen Zeitgeist für sanften Tourismus gepaart mit der Förderung des Natur- und Umweltbewusstseins. Der WWF unterstütze gerade auch solche Projekte nach besten Kräften, um auch nachfolgende Generationen für die Probleme unserer Umwelt zu sensibilisieren.
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