23.12.02

23.12.2002: Einzelhandel streckt im Dosenpfand-Streit die Waffen

Laut Hubertus Pellengahr, Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), will sich die große Mehrheit der deutschen Einzelhändler nicht länger dem Pfand auf Dosen und andere Einweg-Getränkeverpackungen widersetzen. Er reagierte damit auf die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom Freitag, Verfassungsbeschwerden von Lebensmittelhändlern zur Dosenpfand-Regelung nicht zur Entscheidung anzunehmen.

Wie Pellengahr erklärte wird ein bundesweites System zur Erhebung des Pfandes erst zum 1. Oktober des kommenden Jahres greifen. In der Übergangszeit setze der Handel mit Billigung von Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) auf "Insellösungen". Bis dahin müssten die Kunden Dosen und Einwegflaschen in das Geschäft zurückbringen, in dem sie diese gekauft haben. Allerdings hätten einige wenige große Märkte auch die Möglichkeit, die Einwegverpackungen anderer Filialen zurückzunehmen.

Für den Flaschenrücknahmeautomaten-Hersteller Tomra Systems (WKN 872535) aus Norwegen und die Münchener Firma CCR Logistic Systems (WKN 762720), die ebenfalls Pfandsysteme entwickelt hat, könnte diese Entwicklung zu steigenden Umsätzen führen.
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