02.03.06 Anleihen / AIF

2.3.2006: Kostet Windenergie zu viel Kohle? - Windenergieverband nennt Fakten zum Vergleich von Windstrom mit herkömmlicher Stromerzeugung

Peter Ahmels, Präsident des Bundesverbands WindEnergie (BWE), hat den im Handelsblatt erhobenen Vorwurf von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, Windenergie sei zu teuer, als haltlos zurückgewiesen: "Spätestens 2015 wird Windenergie die billigste Stromquelle sein", so Ahmels. Da die Windstrom-Vergütungen jährlich sänken und der Preis für Kohle- und Atomstrom rasant steige, verringern sich ihm zufolge die Mehrkosten für Windstrom immer schneller. Im Vergleich der Stromerzeugungskosten neuer Kraftwerke sei die Windenergie "bereits heute unschlagbar billig", sagte der Verbandschef. Er berief sich dabei auf Studien des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen und des Instituts für ZukunftsEnergieSysteme (IZES) aus Saarbrücken.

"Bei der Kohle hingegen wird die öffentlich Hand noch bis in alle Ewigkeit draufzahlen", stellte Ahmels fest. Für die Braunkohle zahle die öffentliche Hand laut Umweltbundesamt 4,5 Milliarden Euro pro Jahr an Subventionen. Für die Steinkohle habe es 2005 direkte Subventionen in Höhe von 2,7 Milliarden Euro gegeben. Hinzu seien indirekte Subventionen etwa in Form von Schadensausbesserungen für Bergbauschäden in Milliarde-Höhe gekommen.

Bildhinweis: Die Argumente gehen hin und her: Windkraft versus Kohlekraftwerke / Quelle: NEG Micon
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