02.03.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

2.3.2006: Umsatz runter, Gewinn rauf - Niederländischer Anbieter von Bio-Lebensmitteln schaffte 2005 den Turnaround, Aktionäre noch skeptisch

Die Wessanen-Gruppe, niederländischer Anbieter von Bio-Lebensmitteln, ist zurück auf der Erfolgsspur. Wie das Unternehmen mitteilte, lag der Umsatz im 4.Quartal mit 489 Millionen Euro um 2 Prozent unter dem des Vorjahres. Im Gesamtjahr sank er sogar um 10 Prozent. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern und Abschreibungen (EBITA) wuchs dagegen um rund 25 Prozent von 57 Millionen auf 72 Millionen Euro. Vor einem Jahr war ein EBITA von 70 bis 85 Millionen Euro in Aussicht gestellt worden. Allerdings hatte Wessanen 2003 und noch zu Beginn des Geschäftsjahres 2004 rote Zahlen geschrieben. Den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte der Bio-Lebensmittelanbieter 2005 auf 42 Millionen Euro mehr als vervierfachen. Der Gewinn je Aktie kletterte von 0,15 auf 0,36 Euro.

Ad Veenhof, CEO der niederländischen Unternehmensgruppe, führt die Rückkehr in die Gewinnzone auf sein einschneidendes Restrukturierungsprogramm zurück. Wessanen sei es gelungen, sich von verlustbringenden Produkten und Partnerschaften zu trennen und konzentriere sich verstärkt aufs Kerngeschäft. Daher werde man auch die Aktivitäten im Konzernbereich Private Label einstellen, die auch die Bilanz für 2005 noch mit hohen Kosten belastet hätten. Ergebnismindernd hätten sich ferner die Kosten für die Umstrukturierungen in Nordamerika ausgewirkt, wo Wessanen fast 70 Prozent seines gesamten Umsatzes erzielt.

Veenhof verwies auf die Konzernziele für 2007 und sieht sein Unternehmen auf gutem Weg, diese Ziele zu erreichen. Abgesehen vom US-Geschäft, wo man sich einem harten Wettbewerb stellen müsse, habe man diese Vorgaben sogar schon jetzt umgesetzt. Auch seien in die aktuelle Bilanz noch nicht Einnahmen aus dem Verkauf von Immobilien eingegangen, der geplant, jedoch noch nicht vollständig umgesetzt sei.

Die Aktionäre scheinen die Zuversicht des Wessanen-Chefs nur begrenzt zu teilen. Die Aktie des niederländischen Unternehmens hat an der Frankfurter Börse in dieser Woche fast 1 Euro an Wert verloren und notierte zuletzt bei 12,88 Euro. Im vergangenen Jahr hatte sie sich von Januar bis Oktober um rund 4 Euro auf über 14 Euro verteuert. Der liquideste Handel der Aktie findet an der Heimatbörse in Amsterdam statt. Alle Experten erwarten weiteres Wachstum in den Märkten, die Wessanen bedient, insofern hat die Aktie Potenzial (wir stellten das Unternehmen ausführlich vor im ECOreporter.de-Beitrag vom 18. Januar ).

Wessanen N.V.: ISIN NL0000395309 / WKN 984372

Bildhinweis: CEO Ad Veenhof und Wessannen-Produkt / Quelle: Unternehmen
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