23.03.04 Erneuerbare Energie

23.3.2004: Global denken, lokal handeln - Erste Bundeskonferenz für Solarinitiativen am 2. und 3. April in Berlin

Dank der Förderung der Bundesregierung boomt der Solarmarkt. Bislang unterschätzt wurde jedoch die Rolle von lokalen Initiativen beim Aufbau des Solarmarktes. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die vom Bundesverband Solarindustrie (BSi) im Auftrag des Umweltministeriums erstellt wurde. Die Arbeit der Solarinitiativen soll jetzt durch das Projekt "RegioSolar" bekannt gemacht werden. Sie will bestehende Solarinitiativen stärken und neue Initiativen anstoßen. Am 2. und 3. April findet hierzu die erste Bundeskonferenz für Solarinitiativen in Berlin statt. Umweltminister Trittin soll sie eröffnen.

600 Solarinitiativen gibt es bundesweit, initiiert von Solarvereinen, Kommunen, Landkreisen, Wirtschaftsförderern, Handwerksinnungen, Kirchengemeinden, Agendagruppen, Energieagenturen und Stadtwerken. Der BSi hat 250 Initiativen untersucht und gibt einen Überblick über die Vielfalt der Ansätze und Arbeitsweisen. Diese reichen von Informationsveranstaltungen und Förderprogrammen bis zu Solaranlagenangeboten zum Aktionspreis und Beteiligungsangebote für Gemeinschaftsanlagen.

Die Bundeskonferenz findet am 2. und 3. April in Berlin statt und bietet einen Überblick über das ganze Spektrum der Aktivitäten vor Ort. Über 50 Solarinitiativen aus ganz Deutschland stellen ihre Arbeit vor. In zwei Podiumsdiskussionen diskutieren Experten über die Erfolgsfaktoren und entwickeln Ideen, wie sich die Initiativen noch weiter ausbreiten können. "Mit RegioSolar erfahren die regionalen Solarinitiativen endlich die Aufmerksamkeit, die sie verdienen," so Projektleiter Olivier Drücke. "Die Konferenz wird zeigen, wie erfolgreich die Initiativen vor Ort arbeiten und einen regen Austausch ermöglichen."

250 Teilnehmer aus allen Teilen Deutschlands werden zur Konferenz erwartet, in deren Rahmen auch die Preisverleihung der Solarbundesliga stattfindet. Der Schwerpunkt der Aktivitäten von Solarinitiativen befindet sich heute noch in Süddeutschland. Dementsprechend sind die Markterfolge: 253 Megawatt (MW) der im 100.000 Dächer-Programm geförderten 350 MW Solarstromanlagen und 234.000 der 414.000 im Marktanreizprogramm geförderten Solarwärmeanlagen wurden in Bayern und Baden- Württemberg gebaut. Doch auch in anderen Regionen Deutschlands nehmen die Zahl und die Aktivitäten der Initiativen deutlich zu, so dass auch in Mittel- und Norddeutschland künftig die Nutzung der Solarenergie eine stärkere Verbreitung finden wird.

Das Umweltministerium betrachtet die Arbeit der lokalen Solarinitiativen als unverzichtbaren Beitrag beim Aufbau des Solarmarktes und fördert das Projekt "RegioSolar", das vom Bundesverband Solarindustrie initiiert wurde. Partner im Projekt sind die GLS Gemeinschaftsbank und das Institut für wirtschaftliche Oelheizung (IWO).

Informationen zu RegioSolar und zur Konferenz gibt es unter
www.regiosolar.de.
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