23.06.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

23.6.2004: Bayer will UNEP-Projekte in Asien fördern - Kritik wegen Verbreitung von Gen-Reis

Die Leverkusener Bayer AG hat einen Kooperationsvertrag mit der UN-Umweltorganisation UNEP unterzeichnet. Wie der Verein "Coordination gegen BAYER-Gefahren" (CBG) meldet, will Bayer über einen Zeitraum von drei Jahren jährlich eine Million Euro für den Bereich "Jugend und Umwelt" bereitstellen. Schwerpunkt der Zusammenarbeit solle die Region Asien-Pazifik sein.

Der Schwerpunkt der Kooperation von Bayer und UNEP in Asien sei paradox, erklärt Philipp Mimkes von der CBG. Bayer bemühe sich in Asien intensiv um Zulassungen für gentechnisch veränderten Reis. Doch die Einführung von Gen-Reis werde dramatische Konsequenzen nach sich ziehen: Reis sei für 2,5 Milliarden Menschen das Hauptnahrungsmittel. Millionen Bauern, die bislang durch Tausch und Eigenzüchtungen ihr Saatgut selbst produzierten, würden in Abhängigkeit von multinationalen Konzernen geraten. Studien hätten zudem nachgewiesen, dass Auskreuzungen von Gen-Reis auch naturbelassene Sorten kontaminierten, so die CBG.
Der internationale Umweltverband Friends of the Earth hat laut der Meldung eine "schleichende Übernahme der Vereinten Nationen durch die Privatwirtschaft" beklagt; es bestehe die Gefahr, dass "auf Freiwilligkeit beruhende Abkommen die Verabschiedung bindender Regeln verhindern".

Bayer AG: ISIN DE0005752000 / WKN 575200

Bild: Fabrikanlagen der Bayer AG
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x