24.10.03 Erneuerbare Energie

24.10.2003: NaturEnergie AG will das alte Wasserkraftwerk Rheinfelden ersetzen - Baubeginn am Stauwehr

Die NaturEnergie AG, Laufenburg, baut ein neues Wasserkraftwerk, das eine historische Anlage in Rheinfelden am Hochrhein ersetzen soll. Das zweitgrößte Wasserkraftwerk würde entstehen, heißt es in einer Pressemitteilung des Energieversorgers. Das Stauwehr des Kraftwerks werde 76 Millionen Euro kosten, berichtet das Unternehmen. Doch ob dem Wehr in absehbarer Zeit auch ein Krafthaus mit Maschinen folge, hänge von der Aufnahme der Neuen Großen Wasserkraft ins Erneuerbare-Energien-Gesetz ab. Im Referentenentwurf des Bundesumweltministeriums sei die "Große Wasserkraft" berücksichtigt, bis zur Verabschiedung würden noch drei bis neun Monate vergehen. Um das Kraftwerk fertig zu stellen, müssten rund 450 Millionen Euro investiert werden. Die Kilowattstunde Strom würde dann neun Cent kosten - dreimal so viel wie durchschnittlicher Strom auf dem liberalisierten Strommarkt, so die NaturEnergie.

Das Unternehmen wirbt für die Aufnahme der Wasserkraft in die Vergütung durch das EEG: Durch die Aufnahme der Neuen Großen Wasserkraft würden nur geringe Mehrkosten anfallen: Rund 0,013 Cent pro Kilowattstunde Strom. "Dafür könnten rund 1,5 Milliarden Kilowattstunden Grünstrom zusätzlich pro Jahr erzeugt werden, was eine CO2-Ersparnis von rund 900 Millionen Tonnen jährlich bedeutet", heißt es in der Meldung.

Die NaturEnergie AG ist eine Tochter der Energiedienst Holding AG. Sie vertreibt ihren Strom direkt und über Franchisepartner. Das Unternehmen berichtet von insgesamt 230.000 Kundenverträgen. Im vergangenen Jahr habe man rund 775 Millionen Kilowattstunden regenerative Energie abgesetzt, was dem Verbrauch von 257.000 Haushalten entspreche.
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