24.11.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

24.11.2004: MVV Energie AG bucht 44 Millionen Euro Verlust im Geschäftsjahr 2003/04 - EBIT soll auf 150 Millionen Euro steigen

Der Energieversorger MVV hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/04 (1.10.2003 - 30.9.2004) ein Jahresergebnis von minus 44 Millionen Euro erzielt. Hintergrund für den Verlust seien Einmaleffekten aus der Restrukturierung des Konzerns berichtete das europaweit tätige Mannheimer Unternehmen, man habe die Entwicklung erwartet.

Laut Rudolf Schulten, Vorsitzender des Vorstands des nach eigenen Angaben sechstgrößten deutschen Stromversorgers, hat die MVV Energie den Umsatz um 15 Prozent von 1,44 auf 1,65 Milliarden Euro gesteigert. Das um einmalige Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) belaufe sich auf 97 Millionen Euro gegenüber 121 Millionen Euro im Vorjahr. Nach Abzug aller Zinsen, Steuern und Fremdanteile ergebe sich für das letzte Geschäftsjahr der Jahresfehlbetrag von 44 Millionen Euro.

Aus Sicht von Schulten hat das Unternehmen damit nun auch aus finanzieller Hinsicht seine strategische Neuausrichtung abgeschlossen. Er verwies auf die Fokussierung des Beteiligungsportfolios auf das profitable Kerngeschäft, sowie die Neuorganisation des Konzerns.
Im Anfang Oktober begonnenen neuen Geschäftsjahr wolle MVV dadurch die Profitabilität steigern, sagte der Vorstandsvorsitzende. Für das Geschäftsjahr 2004/05 kündigte er ein EBIT von 150 Millionen Euro und eine Erhöhung des Umsatzes auf 2,0 Milliarden Euro an.

Vor dem Hintergrund des hohen Gewinnvortrags aus dem Geschäftsjahr 2002/03 wolle der Vorstand die Auszahlung einer unveränderten Dividende von 0,75 Euro pro
Aktie vorschlagen, so MVV-Chef Schulten.

Den endgültigen Jahresabschluss 2003/04 veröffentlicht MVV Energie im Rahmen ihrer Bilanzpressekonferenz am 26. Januar 2005 in Frankfurt. Die Hauptversammlung findet am 4. März 2005 im Mannheimer Congress Center Rosengarten statt.

Einmalige Sondereffekte belasten Jahresergebnis
Im abgelaufenen Geschäftsjahres 2003/04 wurde das EBIT laut der Meldung neben den Einmalaufwendungen für die Portfoliobereinigung und die Wertberichtigungen auf Beteiligungsbuchwerte im Rahmen der Impairment-Tests in Höhe von 56 Millionen Euro noch durch weitere Effekte im letzten Quartal belastet. So erfolgte in diesem Zeitraum die Erstkonsolidierung der neu erworbenen Stadtwerke Kiel mit den gewohnt schwachen Sommermonaten, was zu einer Ergebnisbelastung von 2 Millionen Euro geführt hat. Wertberichtigungen auf Forderungen als Folge eines neuen Verfahrens bei der Risikoeinstufung schlugen mit 5 Millionen Euro, Abschreibungen auf die eingesetzte Abrechnungs-Software mit 4 Millionen Euro und die erstmalige Einbeziehung der MVV Consultants and Water Engineers GmbH aufgrund der Verschmelzung der Consulting-Aktivitäten mit 2 Millionen Euro negativ zu Buche. Demgegenüber stieg der Cashflow bereits im Geschäftsjahr 2003/04 gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent auf 158 Millionen Euro.

MVV Energie AG: ISIN DE0007255903 / WKN 725590
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