24.11.05 Nachhaltige Aktien , Meldungen

24.11.2005: Nestle unter Druck wegen verunreinigter S?uglingsmilch - Konzern-Chef Brabeck: "Sturm im Wasserglas"

Der Schweizer Nahrungsmittelmulti Nestle hat ?rger wegen verunreinigter S?uglingsmilch. Presseberichten zufolge beschlagnahmte die italienische Polizei nach eigenen Angaben 30 Millionen Liter Babymilch; es seine Spuren einer Verpackungssubstanz in der S?uglingsnahrung nachgewiesen worden, hie? es. Peter Brabeck, Vorstandsvorsitzender der Nestle SA, bezeichnete die ?ffentliche Aufregung ?ber die verunreinigten Produkte als "Sturm im Wasserglas". Es best?nden keine Gesundheitsrisiken, so Brabeck, zudem handele es sich nur um rund zwei Millionen Liter Babymilch. Diese Zahl wurde durch die Europ?ische Kommission best?tigt.

Grund für die Beschlagnahme der Nestle-Produkte waren laut den Berichten Probleme mit der Verpackung der S?uglingsnahrung. Es sei zu einer chemischen Reaktion zwischen der Tinte der Tetrapacks und dem Milchfett gekommen, hie? es. Das Unternehmen habe inzwischen R?ckrufaktionen für die fl?ssige Babymilch in Frankreich, Spanien und Portugal durchgef?hrt. Andere L?nder seien nicht betroffen.

Die verunreinigte Babymilch sei ein Problem der Verpackungsindustrie, gab der Nestle-Chef den Schwarzen Peter weiter. Bereits im Juli 2005 h?tten die Europ?ische Union, die Verpackungsbranche und die Nahrungsmittelbranche entschieden, dass die Produkte auslaufen sollten. Dem habe auch Italien zugestimmt. Der italienische Gesundheitsminister Francesco Storace k?ndigte unterdessen eine Klage gegen den Vorstandsvorsitzenden des Schweizer Nahrungsmittelherstellers an.

H?chstens "2 bis 2,5 Millionen Euro" werde die R?ckrufaktion den Nestle-Konzern kosten, erkl?rte Brabeck. Das Unternehmen bekr?ftigte seine Finanzziele für 2005: Der Konzern will bei einem avisierten Umsatz in H?he von 86,8 Milliarden Schweizer Franken (CHF) einen Reingewinn von 6,7 Milliarden CHF erwirtschaften.
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