24.01.07 Nachhaltige Aktien , Meldungen

24.1.2007: Illegale Preisabsprachen - Siemens muss Rekord-Bußgeld zahlen

Heute hat die EU-Kommission gegen den Siemens-Konzern ein Rekord-Bußgeld von 419 Millionen Euro verhängt. Begründet wurde diese Maßnahme mit illegalen Preisabsprachen bei Schaltsystemen für Stromnetze. Zusätzlich muss Siemens Österreich 22 Millionen Euro für den im Jahr 2005 übernommenen Anlagenbauer VA Tech zahlen. Die Kommission hat Strafen für insgesamt elf an einem Schaltsystem-Kartell beteiligten Unternehmen ausgesprochen, die Gesamtsumme beläuft sich auf insgesamt 750,7 Millionen Euro. Verschieden Medienberichten zufolge hat Siemens eingeräumt, dass es von Oktober 2002 bis April 2004 Absprachen bei gas-isolierten Hochspannungsschaltanlagen "bei einigen wenigen Projekten im europäischen Wirtschaftsraum" gegeben habe. Von der Teilnahme an einem Kartell könne nicht die rede sein, man werde gegen das Bußgeld beim Europäischen Gericht klagen. Laut der Eu-Kommission waren an dem Schaltsysteme-Kartell unter anderm die französischen Konzerne Schneider, Alstom und AREVA beteiligt. Weil der Maschinenbaukonzern ABB als Kronzeuge die Verstöße in Brüssel eingestand, bleibt er von einem Bußgeld verschont.
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