02.04.04

2.4.2004: Meldung: SolarWorld AG: Zahlen 2003, Lagebericht und Ausblick

Presseinformation der SolarWorld AG

Operativer Turnaround im 4. Quartal 2003
Konzernumsatz steigt im 1. Quartal 2004 um über 50 %
SolarWorld AG erwartet 2004 positives Konzernergebnis

Die SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401) erwartet für das Geschäftsjahr 2004 wieder ein positives Konzernergebnis. "Wir rechnen im laufenden Jahr mit einem Konzerngewinn im einstelligen Millionenbereich", sagt Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandssprecher der SolarWorld AG, auf der Bilanzpressekonferenz des solaren Technologiekonzerns in Bonn. "Wir profitieren dabei vom Aufbau einer qualitativ hochwertigen solaren Produktionsbasis im letzten Jahr. Damit stehen uns auf allen Produktionsstufen moderne Fabriken zur Verfügung, mit denen wir den expandierenden Solarmarkt umfänglich versorgen können." Vor dem Hintergrund eines starken Nachfragezuwachs für Solarstromprodukte im Inland 2004 rechnet der Konzern entsprechend mit einem zweistelligen Umsatzwachstum.

Auf Basis seiner gestärkten Marktposition hat der Konzern im 1. Quartal 2004 in einem positiven Marktumfeld sein Geschäftsvolumen deutlich ausgeweitet. "Der Konzernumsatz im 1. Quartal 2004 wird mehr als 30 Mio. Euro betragen und damit um über 50 % über dem Niveau des 1. Quartals 2003 von 19,1 Mio. Euro liegen", kündigt Dipl.-Kfm. Philipp Koecke, Vorstand Finanzen der SolarWorld AG, an. "Damit erreichen wir im traditionell eher schwachen ersten Quartal bereits das Umsatzniveau des starken 4. Quartals 2003. Gleichzeitig werden wir im 1. Quartal ein deutlich positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) präsentieren können".

Strategie der solaren Vollintegration greift
Damit schreibt der Konzern die seit dem 3. Quartal 2003 anhaltende positive Entwicklung konsequent fort. "Nachdem wir schon im 3. Quartal die Ertragslage deutlich besser gestalten konnten, haben wir im 4. Quartal 2003 operativ den Turnaround vollzogen", erklärt Philipp Koecke. Das EBIT im 4. Quartal stieg auf 0,124 Mio. Euro nach minus 0,867 Mio. Euro im Vorquartal. Das Konzernergebnis verbesserte sich um rund 1,0 Mio. Euro auf minus 0,45 (Vorquartal minus 1,44) Mio. Euro. Der Konzernumsatz kletterte um 27,7 % auf 32,7 (Vorquartal 25,6) Mio. Euro. "Der erfreuliche Ergebnistrend zeigt, dass unsere Strategie der solaren Vollintegration greift," bewertet SolarWorld-Vorstandssprecher Frank Asbeck die Ertragsentwicklung des auf allen solaren Produktionsstufen präsenten Solarkonzerns. "Wir profitieren jetzt davon, frühzeitig auf den Aufbau eines integrierten solaren Wertschöpfungsprozess vom Rohstoff Solarsilizium bis zur hochwertigen Solarstromanlage gesetzt zu haben. Damit haben wir uns innerhalb von nur drei Jahren von einem solaren Handelshaus zu einem integrierten solaren Technologiekonzern gewandelt." Dafür hat der Konzern im vergangenen Jahr rund 31 Mio. Euro in den Ausbau der Solarfabriken im sächsischen Freiberg und in Schweden investiert. So hat der Konzern im Jahresverlauf zwei neue Fabriken zur Produktion von Solarstrommodulen in Betrieb genommen. Sowohl die Modulfabrik in Schweden bei der Tochtergesellschaft Gällivare PhotoVoltaic AB (GPV) als auch die im November 2003 eingeweihte Fabrikation der Solar Factory GmbH in Freiberg werden von höchsten technologischen Standards gekennzeichnet. Die Fertigung in Freiberg zeichnet sich als weltweit erste vollautomatische Modulfertigung aus. Sie produziert in gleichbleibend hoher Qualität Solarstrommodule für den Konzern und den Weltmarkt. Mit den neuen Fabriken hat der Konzern auch im Modulbereich eine Position als Technologieführer erworben. Parallel dazu hat er auf den Produktionsstufen Solarsiliziumwafer und Solarzellen die Fertigung signifikant erhöht.

SolarWorld-Konzern einer der größten Arbeitsplatzbeschaffer Deutschlands: Mitarbeiterzahl steigt um ein Viertel auf 525

Die SolarWorld AG hat im letzten Jahr konzernweit 118 neue Mitarbeiter eingestellt. Die Personalstärke stieg zum 31. Dezember auf 525 Menschen. "Damit zählen wir zu den Unternehmen, die 2003 in Deutschland am meisten Arbeitsplätze geschaffen haben", betont SolarWorld-Vorstandssprecher Frank H. Asbeck. Nach einer Erhebung des Magazins WirtschaftsWoche rangiert der Konzern unter den 100 größten Arbeitsplatzbeschaffern Deutschlands auf Platz 52. Damit hat in Deutschland kein anderes im Bereich Energie und Energietechnologie tätiges Unternehmen stärker für neue Beschäftigung gesorgt. "In einem sich rasant entwickelnden Markt haben wir seit unserem Börsengang Ende 1999 mehr als 500 Menschen bei uns eine neue Beschäftigung gegeben."

Deutsche Solar AG steigert Produktion um 35 % und erzielt respektables Ergebnis Die in Freiberg/Sachsen ansässige Deutsche Solar AG produziert aus Siliziumrohstoffen Solarwafer und zählt in diesem Geschäft zu den weltweit bedeutendsten Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2003 hat die 100prozentige SolarWorld-Tochter die Produktion um 35 % auf 78 (Vorjahr 58 ) MW erhöht. Die Deutsche Solar AG hat damit im weltweit wachsenden PV-Markt ihre Stellung als größter europäischer Produzent von Siliziumscheiben für die Photovoltaikindustrie behauptet. Die wichtigsten regionalen Absatzmärkte waren Deutschland mit rund 64 % und Asien mit rund 21 %. Die Deutsche Solar ist weltweit in allen wichtigen PV-Märkten vertreten. Planmäßig wurde der Ausbau der Kapazitäten auf 120 MW abgeschlossen. Ab 2004 steht damit die Kapazität von 120 MW zur Herstellung von mono- und polykristallinen Wafern erstmals in voller Höhe zur Verfügung. Durch Optimierungen der Produktionsabläufe und Steigerung der Ausbeuten sowie weiteren kostensenkenden Maßnahmen hat die Gesellschaft ihre Kostenstruktur deutlich verbessert. Den durch die Euro-Stärke bedingten Preisverfall an den internationalen Wafermärkten konnte die Deutsche Solar AG so zum guten Teil kompensieren.


Währungsabsicherungsgeschäfte trugen zu einem insgesamt positiven Ergebnis der Gesellschaft bei.
Deutsche Cell nimmt vollkontinuierlichen Betrieb auf und erzielt im 2. Halbjahr Break-even

Die Deutsche Cell GmbH hat ein Jahr nach Inbetriebnahme ihrer hochmodernen Solarzellenfabrik bereits schwarze Zahlen geschrieben. Nach dem Aufbau der vollkontinuierlichen Produktion hat die Gesellschaft im 3. Quartal Break-even erreicht. Der Absatz kletterte auf 9 (Vorjahr 1,2) MW. Der größere Teil wurde innerhalb des Konzerns zu Modulen weiterberarbeitet. Gleichzeitig ist die Deutsche Cell GmbH erfolgreich in den Vertrieb für externe Kunden gestartet. Die Zellen der Deutschen Cell finden damit in einer Variation unterschiedlicher Module im internationalen PV-Markt Einsatz.

Solar Factory erreicht im 4. Quartal Gewinnschwelle
Unmittelbar nach Aufnahme der vollautomatischen Modulproduktion hat die Freiberger Solar Factory GmbH im 4. Quartal 2003 die Gewinnschwelle erreicht. Die schwedische SolarWorld-Tochtergesellschaft GPV hat in Skandinavien die Marktführerschaft übernommen und im Gesamtjahr ein positives Ergebnis erzielt. Der neue Maschinenpark im nordschwedischen Gällivare ist von den gleichen Schlüsselprozessen gekennzeichnet wie die Modulproduktion in Freiberg. Er beinhaltet zusätzlich die Möglichkeit durch manuelle Eingriffe Spezialmodule für Nischenanwendungen zu produzieren. Daneben stellt GPV wie die Solar Factory ein qualitativ gleichbleibend hohes Standardmodul her.


Handelsgeschäft wächst um 35 % auf 43,4 Mio. Euro - Volumen mit etabliertem Großhandel verdoppelt

Die SolarWorld AG hat den Absatz von Modulen und Bausätzen im Berichtszeitraum deutlich gesteigert. Der externe Umsatz des Geschäftsbereiches Handel stieg um rund 35 % auf 43,4 (Vorjahr 32,1) Mio. Euro. Der Marktanteil in Deutschland bewegte sich 2003 in einer Größenordnung von über 12 %. Die bisherige Dominanz des Modulhandels am Gesamtgeschäft ist wie geplant zu Gunsten des Bausatzgeschäftes abgebaut worden. Die im Jahresverlauf eingeleiteten Maßnahmen zur Steigerung des Vertriebserfolges haben positive Wirkungen gezeigt. So konnte die Gesellschaft das Geschäft mit dem etablierten Großhandel fast verdoppeln. In diesem Segment ist die SolarWorld AG nahezu der einzig präsente Anbieter von Solarprodukten. Erfolgreich hat die Gesellschaft auch die Geschäftsbeziehungen zur Landwirtschaft gestalten können. Mit Landwirten, die im Geschäftsjahr im deutschen Solarmarkt zu einer bedeutenden Kundengruppe wurden, hat die SolarWorld AG sehr zufriedenstellende Umsätze getätigt. Erstmals hat die SolarWorld AG auch mit externen Kunden OEM (Original Equipment Manufacture)-Geschäfte abgeschlossen. Dabei ging es um den Vertrieb von SolarWorld-Produkten durch Dritte und unter deren Namen. Der Umsatzbeitrag dieser Aktivität lag im einstelligen Prozentbereich. Mit der Diversifizierung des Vertriebs konnte sich die SolarWorld AG erfolgreich in einem von starkem Preisdruck gekennzeichneten Markt behaupten. Außerdem reagierte die Gesellschaft auf die Preisabschläge im Markt mit der Platzierung des Themas Qualität ihrer Produkte. Diese Qualitätsoffensive wurde von den Marktteilnehmern positiv aufgenommen.
Die Handelsaktivitäten mit dem europäischen Ausland wurden planmäßig intensiviert. Die SolarWorld AG hat 2003 mit rund 2,0 MW mehr als 10 % ihres Gesamtabsatzes in das Ausland verkauft. Zu den stärksten Abnehmerländern zählten die Niederlande und Luxemburg.


Weitere Unternehmensexpansion: Einstieg in Recycling und neues Logistikzentrum

Zu den weiteren Highlights des vergangenen Jahres zählte die Inbetriebnahme der Pilotanlage zum Recycling gebrauchter und schadhafter Solarmodule. Damit ist der Konzern als branchenweit erstes Unternehmen in der solaren Wiederaufbereitung aktiv. Die gemeinsam mit der Technischen Universität Freiberg entwickelte und vom Bundesforschungsministerium geförderte neue Recyclinganlage ist Teil des innovativen zweistufigen Recyclingprozesses des Konzerns, an dessen Ende neuwertige Solarwafer zur Produktion neuer Solarzellen stehen. Das gesamte Recyclingsystem hat im Geschäftsjahr seine Fähigkeiten unter Beweis gestellt, nahezu alle handelsüblichen Solarzellen als Wafer zurückzugewinnen. Insgesamt wurden weit über 10.000 Zellen in den Produktionskreislauf zurückgeführt. Zur Zentralisierung der konzernweiten Logistikströme hat die Gesellschaft ferner mit dem Bau ihres neuen Logistikzentrums am Standort der Gesellschaften in Freiberg begonnen, das mittlerweile fertiggestellt und in Betrieb genommen wurde. In unmittelbarer räumlicher Nähe zu den Recyclingaktivitäten des Konzerns steht dem Konzern nun auf einem 25.000 Quadratmeter großen Grundstück eine neue Halle mit rund 5.000 Quadratmetern Fläche und damit ein Vielfaches des bisherigen Lagerplatzes zur Verfügung.


Management gestärkt

Auch auf Ebene der Konzernführung hat sich die Gesellschaft verstärkt. So hat der Aufsichtsrat der SolarWorld AG Herrn Dipl.-Kfm. Philipp Koecke mit Wirkung zum 1. Mai 2003 zum Vorstand Finanzen (Chief Executive Officer - CFO) berufen. Herr Koecke war bis dato in leitender Funktion als Financial Officer der SolarWorld AG tätig. Zur personellen Verstärkung von Vertrieb und Marketing sind Herr Dipl.-Wirtschaftsingenieur Frank Henn sowie Herr Dr. Gerhard Kleiss zum 1. September 2003 neu zur SolarWorld AG gekommen. Herr Henn zeichnet dabei für den Vertrieb und Herr Kleiss für Marketing und New Business Development verantwortlich.


SolarWorld AG setzt auf Dividendenkontinuität

"Wir haben 2003 die Voraussetzungen für dauerhaftes Wachstum unserer Gesellschaft geschaffen. Ohne das Vertrauen unserer Aktionäre wäre das kaum möglich gewesen", sagt SolarWorld-Vorstandssprecher Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck. "Deshalb wollen wir unsere Anteilseigner auch für das Geschäftsjahr 2003 am Fortschritt des Solargeschäfts teilhaben lassen. Der Vorstand der SolarWorld AG wird deshalb der Hauptversammlung die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 0,18 Euro je Aktie vorschlagen."

Das Geschäftsjahr 2003 war von dem verstärkten Aufbau der internen Wertschöpfungsprozesse gekennzeichnet, der sich in einem signifikanten Anstieg der Einzelumsätze der Töchter zeigte. Konsolidiert ermäßigte sich der Konzernumsatz als Folge des internen Produktionsaufbaus auf 98,5 (Vorjahr: 108,9) Mio. Euro. Dabei wirkten sich auch die durch einen starken Euro geprägten Wechselkursparitäten dämpfend aus. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern kletterte auf 11,73 (11,68) Mio. Euro und illustriert die deutliche Verbesserung der Kostenstrukturen im Konzern. Das EBIT betrug infolge planmäßiger Anlaufverluste minus 3,1 (plus 2,4) Mio. Euro und das Konzernergebnis minus 5,4 (minus 1,7) Mio. Euro.

Über die SolarWorld AG: Der Konzern der SolarWorld AG ist das weltweit einzige vollintegrierte Solarstromunternehmen, das sich ausschließlich der Solarenergie widmet. Entsprechend ist es auch an der Börse ein Unternehmen mit ausgeprägter Alleinstellung. Nach dem Börsengang Ende 1999 hat sich die SolarWorld AG innerhalb weniger Jahre von einem solaren Handelshaus zu einem integrierten solaren Technologiekonzern entwickelt und dabei seine Mitarbeiterzahl von ursprünglich 12 auf 525 Menschen verstärkt. Der SolarWorld-Konzern ist auf allen Wertschöpfungsstufen der Solarindustrie - vom Rohstoff Silizium bis zur fertigen Solarstromanlage - aktiv. Zu den wichtigsten Konzerngesellschaften zählt die Deutsche Solar AG (DSAG) mit Sitz im sächsischen Freiberg. Die DSAG ist einer der weltweit führenden Herstellern von Siliziumwafern - dünne Scheiben aus Silizium, die das qualitativ hochwertige Ausgangsprodukt zur Fertigung von Solarzellen darstellen. In Freiberg unterhält der Konzern eine integrierte Solarfabrik, in der aus Siliziumrohstoffen über die Herstellung von Wafern und Zellen schließlich Solarstrommodule gefertigt werden, die als Herzstück von Photovoltaikanlagen die Umwandlung des Lichtes in Strom leisten.


Kontakt: SolarWorld AG Aktionärsbetreuung / Marketing Communications,
Tel.-Nr.: 0228/55920 -470; Fax-Nr.: 0228/55920-99,
E-Mail: placement@solarworld.de Internet: www.solarworld.de
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