24.03.03

24.3.2003: Die Braut muss profitabel sein: VA Tech AG will Wassertechniktochter verkaufen

Der österreichische Technologiekonzern VA Tech AG (WKN 890774) will seine Wassertechniktochter Wabag verkaufen. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur APA erklärte VA Tech-Sprecher Wolfgang Schwaiger, die Wabag solle dafür operativ in die schwarzen Zahlen gebracht werden. Um einen guten Preis zu erzielen, müsse zunächst der Turnaround geschafft werden. Noch im Geschäftsjahr 2001 habe das Tochterunternehmen bei 317 Mio. Euro Umsatz ein positives Betriebsergebnis (EBIT) von 9,1 Mio. Euro erwirtschaftet, hieß es. Dagegen schätze man, dass die Konzernmutter VA Tech AG im Geschäftsjahr 2002 einen Verlust von 40 Mio. Euro aus der Beteiligung zu verkraften hatte, so APA.

Nach Recherchen des Wochenmagazin "Format" soll die österreichische BWT AG (WKN 884042) Interesse an einer Übernahme der Wabag gezeigt haben. Auf den Versand von Verkaufsprospekten "mit dem Codenamen Tahiti" hätten auch die französischen Versorger-Multis Vivendi Environnement (WKN 501451) und Suez (WKN 852491) reagiert. BWT-Finanzvorstand Gerhard Speigner dementierte Absichten seines Unternehmens allerdings umgehend. Die Wabag passe nicht zur Strategie von BWT, sagte Speigner gegenüber APA. Während die VA Tech-Tochter an großen Projekten mit langen Laufzeiten arbeite, konzentriere sich sein Unternehmen im Anlagenbau auf mittelgroße und kleinere Projekte, mit kurzen Laufzeiten.
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