24.04.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

24.4.2006 E.on darf wieder auf Endesa hoffen - Oberster Gerichtshof in Spanien stoppt Fusion mit Gas Natural

Der oberste spanische Gerichtshof hat die Fusion des Energiekonzerns Endesa mit dem Gasversorger Gas Natural vorerst gestoppt. Das geht aus übereinstimmenden Medienberichten mit Berufung auf spanische Justizkreise hervor. Nun kann der deutsche Energiekonzern E.on AG wieder hoffen, mit seinem 29,1-Milliarden-Euro Angebot doch noch zum Zuge zu kommen.

Die spanische Regierung hatte im Übernahmepoker um Endesa der spanischen Gas Natural den Vorzug gegeben, obwohl diese nur 22,5 Milliarden Euro geboten hatte. Damit sollte der größte Energieversorger Spaniens in spanischer Hand gehalten werden. Endesa hatte gegen die Regierungsentscheidung beim obersten Gericht Widerspruch eingelegt.

Die Regierung hat den Medienberichten zufolge fünf Tage Zeit, gegen das Urteil des obersten Gerichtshofs Einspruch zu erheben. Währenddessen müsse Endesa eine Bankbürgschaft über eine Milliarde Euro aufbringen, um die Aussetzung der Fusion in Kraft zu setzen.

Die Blockadepolitik der spanischen Regierung war bei der EU-Kommission auf Kritik gestoßen. Sie erwägt deshalb ein Verfahren gegen Madrid.

E.on AG: ISIN DE0007614406 / WKN 761440
Empresa Nacional de Electricidad SA (Endesa): ISIN ES0130670112 / WKN 871028

Bild: Windpark der Endesa SA / Quelle: Unternehmen
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