24.06.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

24.6.2004: Traute Dreisamkeit: Bayer, Dow und DuPont wegen Preisabsprachen vor US-Gericht

Die Chemiekonzerne Bayer, Dow und DuPont werden in der USA wegen Kartellrechtsvergehen angeklagt. Wie der Verein "Coordination gegen BAYER-Gefahren" (CBG) meldet, sind laut einem Bericht des Wall Street Journal vor einem Gericht in San Francisco vier Verfahren anhängig. Der Vorwurf an die Unternehmen: Sie sollen Preisabsprachen beim Verkauf von Kautschuk getroffen haben. Dabei gehe es unter anderem um das Kunststoffvorprodukt Urethan und den synthetischen Gummistoff-Neopren, so die CBG. Die Preisabsprachen der Konzerne hätten für die weltweit wichtigsten Märkte Nordamerika, Europa und Japan gegolten.

Die Firmen hätten im aktuellen Fall versucht, durch Nutzung einer "Kronzeugenregelung" einen Straferlass zu erhalten, berichtete die CBG weiter. Nach US-amerikanischem Recht erhalte dasjenige Unternehmen Straffreiheit, das dem US-Justizministerium ein bestehendes Kartell als erstes melde. Nach Angaben des Wall Street Journal müsse Bayer daher im Fall von Neopren keine Strafe zahlen. In einem weiteren Fall hätten jedoch Dow und DuPont zuerst mit den Behörden kooperiert.

Aktien der Konzerne Bayer AG, Dow Chemical und Du Pont De Nemours & Co., E.I. sind in zahlreichen Umweltaktienfonds und -indices enthalten.

Bayer AG: ISIN DE0005752000 / WKN 575200
Dow Chemical Co.: ISIN US2605431038 / WKN 850917
Du Pont De Nemours & Co.: ISIN US2635341090 / WKN 852046
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x