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24.7.2006: M. M. Warburg rechnet mit weniger Wachstum für den deutschen Photovoltaikmarkt - Kaufempfehlung für SolarWorld AG, Solon AG auf "Halten" zurück gestuft

Das Hamburger Bankhaus M.M. Warburg rechnet mit einen Wachstumsrückgang für den deutschen Photovoltaikmarkt, der höher ausfällt als bisher angenommen. Vor diesem Hintergrund bestätigen die Banker ihre Kaufempfehlung für die Bonner SolarWorld AG; die Berliner Solon AG stufen die Experten dagegen auf "Halten" zurück.

M.M. Warburg rechnet durch die Marktentwicklung in Deutschland mit einem Margendruck vor allem am Ende der Wertschöpfungskette. Dadurch sei der Modulhersteller Solon besonders betroffen. Die Exportquote der Berliner habe 2005 bei nur zwölf Prozent gelegen, heißt es. Die Auswirkungen neuer Geschäftsabschlüsse in Italien und Spanien seien noch unsicher. Das Bankhaus hat seine Ergebnisschätzungen für das laufende und die beiden kommenden Jahre um 11, 14 und 22 Prozent reduziert. Den fairen Wert der Solon taxiert M.M. Warburg jetzt bei 30 Euro.

Für SolarWorld reduziert die Bank den fairen Wert auf 49,50 Euro. Allerdings sei das Bonner Unternehmen dem beginnenden Preisdruck weniger ausgesetzt, da es 2005 zwei Drittel seines Ergebnisses im Wafer- und Zellbereich erzielt habe. Mit einer Exportquote von 26 Prozent sei außerdem die Abhängigkeit vom deutschen Markt geringer. Die Ergebnisschätzungen reduzierte M. M. Warburg bei Solarworld lediglich um sechs Prozent für 2006 und 2007 sowie um drei Prozent für 2008.

Die EBIT-Marge (Marge beim Gewinn vor Zinsen und Steuern) sieht M.M. Warburg bei Solarworld langfristig bei 22 Prozent. Für Solon nennt die Bank nur einen Wert von 7,5 Prozent.

Solarworld notieren heute mit über 3,4 Prozent im Plus bei über 40 Euro (Xetra; 13:21 Uhr), Solon wurden mit gut einem Prozent Plus bei 29,20 Euro gehandelt (Frankfurt 12:13 Uhr).

SolarWorld AG: ISIN DE0005108401 / WKN 510840
Solon AG für Solartechnik: ISIN DE0007471195 / WKN 747119

Bild: Bewegliche Solaranlage "Solon-Mover" der Solon AG / Quelle: ECOreporter.de
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