25.10.05 Nachhaltige Aktien , Meldungen

25.10.2005: Statistiker legen Zahlen vor - Die Deutschen sparen mehr und investieren weniger in Aktien

Die Deutschen haben in den ersten sechs Monaten dieses Jahres durchschnittlich 160 Euro im Monat auf die Seite gelegt. Das hat das Statistische Bundesamt zum Weltspartag am 28. Oktober mitgeteilt. Zusammen ergebe dies eine Summe von 78,6 Milliarden Euro. Damit lag das in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen ermittelte Sparen der privaten Haushalte saisonbereinigt um knapp 3 Milliarden Euro h?her als in der ersten H?lfte des Jahres 2004 (75,7 Milliarden Euro).

Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte, ?bertraf die Sparquote, die den Anteil des Sparens am verf?gbaren Einkommen der privaten Haushalte zeigt, mit 10,6 Prozent kaum das Niveau des Vorjahreszeitraums (10,4 Prozent). Der Anstieg der Sparquote in den letzten Jahren habe sich weiter fortgesetzt: So sparten die Haushalte im Jahr 2000 lediglich 9,2 Prozent ihres Einkommens. Beim Blick auf die neunziger Jahre k?nne aber nicht von einer ?berm??ig hohen Sparneigung der privaten Haushalte in den letzten Monaten gesprochen werden. Zu Beginn der neunziger Jahre h?tten die Haushalte noch mehr als 12 Prozent ihres Einkommens auf die Seite gelegt.

Die Beh?rde weist darauf hin, dass Sparen sowohl für die Geldverm?gens- als auch für die Sachverm?gensbildung genutzt werden kann. Ihr zufolge haben alle privaten Haushalte zusammen im Jahr 2004 Nettoinvestitionen, also Bruttoinvestitionen minus Abschreibungen, in H?he von 37 Milliarden
Euro get?tigt. Dazu z?hlen ihr zufolge vor allem Investitionen in den Wohnungsbau. Dass die Investitionsneigung privater Haushalte
nachgelassen hat, zeige ein Zehnjahresvergleich: Demnach wendeten die privaten Haushalte im Jahr 1994 fast 84 Milliarden Euro für Nettoinvestitionen auf.

F?r die Geldverm?gensbildung stehen neben dem um die Ausgaben für die Nettoinvestitionen verminderten Sparen auch noch die per Saldo empfangenen Verm?genstransfers in H?he von 15 Milliarden Euro im Jahr 2004 zur Verf?gung, so das Statistische Bundesamt weiter. Verm?genstransfers w?rden Haushalte beispielsweise durch Spar- und Eigenheimzulagen vom Staat sowie aus Verm?genszuw?chsen vor allem bei Kapitallebensversicherungen empfangen. Wie die von der Deutschen Bundesbank erstellte Finanzierungsrechnung zeige, konnten die privaten Haushalte im Jahr 2004 knapp 131 Milliarden Euro der Geldverm?gensbildung zuf?hren. Da im letzten Jahr in der Summe etwas mehr an Krediten getilgt worden sei als an Verbindlichkeiten neu aufgenommen wurde, habe die Nettogeldverm?gensbildung (Geldverm?gensbildung minus Neuverschuldung) sogar noch rund 0,5 Milliarden Euro h?her gelegen. Mit einem Anteil von 36 Prozent h?tten Bargeld und Sichteinlagen (einschlie?lich Geldmarktkonten) die am st?rksten wachsende Anlageform dargestellt. Danach folgten laut dem Bundesamt Anspr?che gegen?ber Versicherungen (30,4 Prozent), Rentenwerte (29,6 Prozent), Spareinlagen bei Banken (9,4 Prozent) und Anspr?che an Pensionsr?ckstellungen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung (7,2 Prozent). Abgebaut wurden dagegen Anlagen in Investmentzertifikate und Aktien sowie Termingelder und Sparbriefe bei Banken, so die Beh?rde.
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